Erkelenz-Kuckum: Kuckum: Bajuwarische Lebensfreude pur

Erkelenz-Kuckum : Kuckum: Bajuwarische Lebensfreude pur

Als echter Wies´n-Fachmann „outete” sich Bürgermeister Erwin Mathissen.

Zu Gast beim 15. Kuckumer Oktoberfest berichtete er am Samstagabend interessierten Bier- und Bretzel-Liebhabern, dass das weltbekannte Münchener Volksfest entstehungsgeschichtlich auf die Hochzeit des bayrischen Kronprinzen Ludwig I. im Jahre 1810 zurückzuführen ist.

Das zweite Oktoberfest dann präsentierte sich in Verbindung mit einer Landwirtschaftsmesse.

Zuerst gab´s also Wissenswertes, danach griff der Bürgermeister zum Hammer. Und das aus gutem Grund, denn ohne passendes Instrument wäre ein zünftiger Fassanstich zur offiziellen Eröffnung der Gaudi an den Niersquellen wohl zum Scheitern verurteilt.

Trommelwirbel, ein paar routinierte Schläge und das Werk war vollbracht. Nicht ein einziger kostbarer Tropfen entwich dem hölzernen Behältnis. Blieb der Kapelle noch, folgendes zu verkünden: „Ein Prosit auf die Gemütlichkeit.”

Platz für mehr als 3500 Besucher, ein riesiges Doppelfestzelt, feinste bayrische Speisen in flüssiger sowie fester Form und vor allem eine urige Atmosphäre - all das zeichnet die Großveranstaltung der St. Antonius-Schützenbruderschaft aus.

Den qualitativen Vergleich zum Original braucht die rheinische Variante nicht zu scheuen. Für ihre publikumswirksame Arbeit lobte der Bürgermeister die Schützen, allen voran den ersten Brudermeister Karlheinz Oellers.

„Wenn der Herr Oellers damals schon gelebt hätte, wäre das Oktoberfest bestimmt in Kuckum entstanden.” Dieser empfahl seinerseits: „Verleben Sie ein paar schöne Stunden”. Gesagt, getan.

Nicht zuletzt die ungezählten Besucher trugen zur Originalität des außergewöhnlichen Ereignisses einen entscheidenden Anteil bei.

Fesche Dirndl, Kniebundhosen und Seppelhüte nahezu überall. Bajuwarische Lebensfreude stellte sich angesichts dieser Ausgangsbedingungen ganz von alleine ein, wie eine erste Polonaise bereits in den frühen Abendstunden eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Auf größtmögliche Authentizität schwor der Wies´n-Wirt: Denn ausgeschenkt wurde ausschließlich originales und extra geordertes Oktoberfestbier. Voluminöse Maßkrüge verstanden sich da ganz von selbst.

Wem das allein noch nicht reichte, der konnte den sowohl volkstümlichen als auch rockigen Klängen der Band „Original Wällster Bayern-Power” den ganzen Abend über lauschen.

Oder auch sein Gegenüber zu einem flotten Tänzchen auffordern. Ein ganz besonderer und bei größeren Gruppen sehr beliebter Service der St. Antonius-Schützenbruderschaft schon seit Jahren: Platzreservierungen. Doch angesichts der Riesengaudi hielt es viele sowieso nicht lange auf ihren Sitzen.

Vorsicht war allerdings angeraten, um niemanden der vielen hundert Besucher aller Altersklassen auf die Füße zu treten.