Erkelenz: Kritik in Erkelenz am Verhalten des Bistums

Erkelenz : Kritik in Erkelenz am Verhalten des Bistums

Die Umsiedlungsplanung für Borschemich sowie für Immerath, Lützerath und Pesch schreitet weiter voran.

Am Montag der Braunkohlenausschuss und am Dienstag der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (Stawi) befassten sich mit der Stellungsnahme der Stadt Erkelenz zu den entsprechenden Plänen.

Auf der Basis der in einem Gutachterwettbewerb gefundenen Pläne will die Stadt Erkelenz nunmehr mit der Zustimmung der Bürgerbeirräte ihre Vorschläge der Bezirksregierung empfehlen.

Problematisch ist dabei allenfalls die Position des Bistums Aachen bei der Planung.

Was will die katholische Kirche?, so lautet die Frage der Bürger und der Verwaltung, ohne eine konkrete Antwort zu erhalten. „Es gibt keine konkrete Aussage der Kirche”, bedauerte der technische Beigeordnete Ansgar Luerweg im Braunkohlenausschuss.

Niemand wisse, ob und in welcher Form sich die Kirche an den Umsiedlungsorten darstellen will. Der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen ist ebenfalls nicht vom Verhalten des Bistums angetan: In den Plänen der Stadt sind kirchliche Eirnichtungen vorgesen. Die Kirche ist immer über alle Verfahrensschritte informiert worden, hat aber leider noch keine definitive Aussage gemacht.”

Auch Josef Boss aus Borschemich kritisiterte das Verhalten des Bistums: „Ich hoffe, dass die Kirche sich endlich einmal zu Wort meldet und nicht nur einkassiert.”

Einstimmig empfahl der Braunkohlenausschuss die Stellungsnahme der Stadt zu den Umsiedlungsplänen. Auch in der gestrigen Sitzung des Stawi gab es keine Gegenstimmen. Nunmehr sind Hauptausschuss und Stadtrat am Zug, bevor im Mai die Stellungnahme endgültig abgeschickt werden kann.