Selfkant-Heilder: Krippe in der Kapelle täuschend echt

Selfkant-Heilder : Krippe in der Kapelle täuschend echt

Nach draußen dringen die Weihnachtslieder eines Männerchores, doch schon beim Betreten der kleinen Kapelle, stellt der Besucher sich die Frage: Ist Bethlehem so nahe?

Denn so täuschend echt ist die Krippe in der kleinen Kapelle in Heilder.

Die Krippenbauer bieten dem Besucher nämlich eine sehr authentische Nachbildung von der Geburt Jesus Christus, wenn man der Bibel glauben darf.

Schon auf den ersten Blick imponieren die mannshohen, farbenprächtigen, bis ins kleinste Detail verarbeiteten Figuren dem Besucher, zumal einer der Heiligen drei Könige eine Höhe von 1,10 Meter hat und 40 Kilo wiegt. Ihm und den beiden anderen Heiligen Könige wird sogar der Weg nach Bethlehem mit einem Schiefermosaik geebnet.

Ein besonderer Hingucker neben den Figuren, Tieren und der idyllischen Atmosphäre ist die passende Landschaft im Hintergrund. Das große Leinentuch soll Bethlehem vor 2000 Jahren darstellen.

Zu den Krippenbauern gehören zum einen Walter Winkels und seine Frau Marita, und zum anderen ihre Freunde Hermann und Anneliese Breuer sowie Willi Vraetz.

Für die zehn Quadratmeter große Landschaft brauchen die Krippenbauer verständlicherweise auch proportional große Figuren und Tiere. „Es ist schwierig, geeignete Tiere oder Figuren zu finden”, so Hermann Breuer.

Doch in diesem Jahr wurden sie wieder fündig und konnten bei einem Oberbrucher Händler eine neue Josef-Statue, einen Ochsen, der eine Länge von 1,60 Meter misst, und einen Esel erwerben, die der Händler aus Osteuropa importieren konnte.

Den Krippenbau erlernte Walter Winkels von seinem verstorbenen Vater, der mit diesem Hobby vor 17 Jahren begonnen hatte.

Vom Krippenbau konnten Walter und Marita Winkels nicht genug bekommen und beschlossen, mit ihren Freunden eine weitere Krippe in der Kapelle zu errichten.

Vor vier Jahren gab Dechant Roland Bohnen die Zustimmung und die ersten Figuren und Tiere wurden von der Saeffelener Kirche zur Verfügung gestellt. Sie sind sehr wertvoll, ihr Alter kann nur geschätzt werden: „Die Figuren sind mindestens 60 Jahre alt, aber sie könnten auch schon vor 100 Jahren gefertigt worden sein”, glauben die Krippenbauer.

Die Krippe kann täglich bis zum 2. Februar zwischen 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei, allerdings würden die Krippenbauer sich über eine kleine Spende freuen.