Heinsberg: Kreisstadt muss keinen Kredit aufnehmen

Heinsberg : Kreisstadt muss keinen Kredit aufnehmen

Erstmals seit der kommunalen Neugliederung wurde im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Heinsberg dem Rat eine Haushaltssatzung empfohlen, die keine Kreditaufnahme, sondern für das Haushaltsjahr 2004 eine Entschuldung von mehr als 1,3 Millionen Euro vorsieht.

Der Verwaltungshaushalt wurde auf 67,3 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf 11,6 Millionen Euro festgesetzt. Das ist schon eine kleine Sensation, wo doch viele Kommunen finanziell am „Stock gehen”.

Mit einem Überschuss von 2.270.000 Euro hat Bürgermeister Josef Offergeld dem Ausschuss empfohlen, auf die ursprünglich geplante Kreditaufnahme von einer Million Euro zu verzichten.

Es kann sogar noch die Entschuldung von 1,3 Millionen Euro vorgenommen werden. Da gab selbst ein Bürgermeister gern zu, mit seiner Annahme, die Rücklage zum Ausgleich des Verwaltungshaushaltes 2004 in Anspruch nehmen zu müssen, nicht recht zu behalten.

Mehr für Schulbau

Zu verdanken hat Heinsberg das in erster Linie dem gestiegenen Gewerbesteueraufkommen, das den Haushaltansatz 2003 um mehr als 30 Prozent überschritten hat. Im Verhältnis zum Vorjahr steigt der Hauhalt der Kreisstadt um 1,3 Millionen Euro und ist erneut ausgeglichen - ohne Gebühren- und Steuererhöhungen für den Bürger.

In Heinsberg wird in 2004 aber auch weiter investiert. So werden die Mittel für die bauliche Unterhaltung der Schulen und Turnhallen um 300.000 Euro auf über 850.000 Euro aufgestockt. Die freiwilligen Leistungen an die Vereine und die Möglichkeit der kostenlosen Nutzung von Sportstätten bleibt bestehen.

Bei den Ausgaben des Vermögenshaushaltes sind für Baumaßnahmen knapp sieben Millionen Euro veranschlagt. „Diese lassen eine Auftragsvergabe an die überwiegend heimische Wirtschaft von über elf Millionen Euro zu, sagte der Bürgermeister. Priorität erhält mit vier Millionen Euro der Straßenausbau. 470.000 Euro sind für die Erneuerung von Fahrbahndecken geplant.

Für die Wohnumfeldverbesserung der Innenstadt nebst Burgberg stehen zwei Millionen Euro zur Verfügung. „Solchen Zahlen können wir nur zustimmen” der sichtlich zufriedene Kommentar des CDU-Fraktionssprechers Wilfried Louis und auch Ralf Herberg für die SPD Fraktion stellte fest, das die Stadt Heinsberg gut da steht.

Sie stimmten der abgeänderten Haushaltssatzung zu. FDP und Grüne sehen noch „Beratungsbedarf” und enthielten sich.