Kreis Heinsberg: Kreissparkasse spendet 436.500 Euro

Kreis Heinsberg : Kreissparkasse spendet 436.500 Euro

Ein Geldtransporter als Schutz war trotz der hohen Summe nicht notwendig, hatte doch der Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg „nur” symbolische Großschecks und schriftliche Spendenzusagen im Gepäck: Am Mittwoch wurden im Kreishaus Spenden überreicht.

Insgesamt 360.000 Euro kommen Arbeiter-Samariter-Bund, Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Rotem Kreuz, Paritätischem Wohlfahrtsverband und Diakonischem Werk zugute. 76.500 Euro fließen zudem an die von Diakonie und AWO gemeinsam getragene Schuldnerberatungsstelle.

Landrat Stephan Pusch, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse ist, freute sich über den fast schon traditionellen Termin. „Ohne die Sparkasse wäre das Leben in vielen Bereichen im Kreis Heinsberg ärmer”, legte er ein klares Bekenntnis zur Sparkassenorganisation ab.

Thomas Pennartz, der neue Vorstandsvorsitzende, unterstrich, dass der Sparkasse sehr viel am Wohl der Bürger im Kreis Heinsberg gelegen sei. Die Wohlfahrtsverbände würden wesentlich dazu beitragen, dass viele menschliche Schicksale in geordnetere Bahnen gelenkt werden könnten.

Dafür sei die Sparkasse dankbar und froh, diese Arbeit mit unterstützen zu können. Das Geld sei „gut angelegt”, so Pennartz, um weiterhin gute Arbeit zu ermöglichen.

Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände dankte DRK-Kreisgeschäftsführer Wilfried Mercks für die Hilfe: „Das Geld kommt über unsere Organisationen bei denen an, die es brauchen.” Die Kreissparkasse lobte er als „seriöse, soziale Kasse”.

Ob Schulden, Drogen, familiäre Probleme oder psychische Krankheiten: Die Zahlen der betreuten und beratenen Menschen würden weiter steigen, so Caritas-Geschäftsführer Gottfried Küppers. Es sei auch Aufgabe der Wohlfahrtsverbände, die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, dass es Armut gebe, und zu mahnen, sich auf die Seite der Armen zu stellen.

Sozialdezernentin Liesel Machat berichtete, dass - dank Unterstützung der Sparkasse - derzeit ein Armutsbericht für den Kreis erstellt werde, der nicht nur verlässliche Zahlen, sondern vor allem auch umsetzbare Handlungsempfehlungen bieten solle.

Mit Blick auf die Betreuung der Hartz-IV-Bezieher befürwortete der Landrat, dass der Kreis Heinsberg eine sogenannte Optionskommune werden sollte. Solche Kommunen sind in Alleinregie für Beratung und Vermittlung der Langzeitarbeitslosen zuständig, dass heißt, sie betreuen die Hartz-IV-Empfänger zwar mit dem Geld des Bundes, aber ohne die Bundesagentur für Arbeit.