Erkelenz: Kreissparkasse Heinsberg: Neubau kostet 20 Millionen Euro

Erkelenz : Kreissparkasse Heinsberg: Neubau kostet 20 Millionen Euro

Die Kreissparkasse Heinsberg wird eine komplett neue Hauptstelle in Erkelenz errichten. Der Verwaltungsrat der Sparkasse hatte in der vergangenen Woche den Abriss des heutigen Gebäudes und einen kompletten Neubau am bestehenden Standort beschlossen.

Vorstandsvorsitzender Lothar Salentin erklärte am Dienstag auf Anfrage, für das Projekt seien insgesamt rund 20 Millionen Euro (inklusive aller Nebenkosten) veranschlagt worden. Die Kreissparkasse wolle zugleich die Gesamtfläche ihrer Räume in der Hauptstelle deutlich vergrößern: von 6500 auf 9000 Quadratmeter. So könne nach Fertigstellung die Anmietung von Räumen an der Hermann-Josef-Gormanns-Straße beendet werden. Zudem werde eine deutliche Energieeinsparung im neuen Bau erwartet.

Mit dem Bauvorhaben der Kreissparkasse wird sich das Stadtbild in Erkelenz an dieser Stelle gravierend verändern: Im Gegensatz zu dem hohen, Anfang der 70er Jahre errichteten Gebäude, das bis in die siebte Etage reicht, geht die Tendenz beim Neubau nach Angaben von Salentin dahin, keinen Hochbau mehr zu errichten, zumindest nicht eine schmale Säule, sondern vielmehr mehr in die Breite zu gehen; dies würde weniger Geschosse bedeuten. Der Vorplatz sei „nicht tabu”, sagte Salentin. Der Dr.-Eberle-Platz dürfte wohl ganz oder teilweise überbaut werden.

Mit Abriss- und Bauarbeiten rechnet der Sparkassendirektor erst im nächsten Jahr. Nun würden in der Vorplanungsphase erst einmal in einem Pflichtenheft die Rahmenbedingungen für die Baumaßnahme abgesteckt. Dann solle es mit fünf oder sechs Architekten, die gezielt angesprochen würden, ein Gutachterverfahren geben.

Sie sollen gegen Honorar Vorpläne für die KSK-Hauptstelle entwerfen. Nach Auswahl des favorisierten Modells gehe es dann in die Feinplanung und in die baurechtliche Abstimmung mit der Stadt Erkelenz, ehe 2010 Bagger und Kräne anrollen dürften. Binnen zwei Jahren, also 2012, solle dann die neue Hauptstelle fertiggestellt sein.

Der Kassenbetrieb während der Bauzeit sei in Containern denkbar, eventuell sei aber auch der Umzug des Schalterbereichs gleich in einen Neubautrakt möglich, so Salentin. Für die Büros der Hauptstelle würden vorübergehend Räume in Erkelenz angemietet. Verbessert werden solle bei dem Bauprojekt auch die Parkplatzsituation. So solle die Zahl der Kundenparkplätze von etwa zehn auf rund 30 angehoben werden.