Kreismusikschule lebt im „Winterwonderland”

Kreismusikschule lebt im „Winterwonderland”

Kreis Heinsberg. Treffender hätten es die Kreismusikschüler nicht „rappen” können, die passend zum Konzerttitel einen „Winterwonderland-Rap” vortrugen, den Dozent Wim Brils getextet hatte.

Im Refrain heißt es da in einer Passage, die aussagekräftiger über das Konzert wohl nicht hätte sein können: „Winterwonderland ist, was jeder von uns kennt. Wir spielen, singen, musizieren und tanzen für Sie.”

Bereits zum vierten Mal hatte Wim Brils, Dozent an der Kreismusikschule für Blockflöte, Oboe, Fagott und Saxophon sowie Leiter des Blasensembles, ein fröhliches und zugleich auch besinnliches, vor allem aber ein außergewöhnliches Programm zur Einstimmung auf Weihnachten zusammengestellt.

Wie außergewöhnlich, zeigte sich beispielsweise bei der Darbietung des „Sandpapierballetts”. Mit Schmirgelpapier strichen einige der Schüler über Holzstücke, was ein ganz eigenes, aber alles andere als unangenehmes oder unharmonisches Geräusch ergab. Zu dieser ganz anderen „Tonart” spielte das Orchester. Und das Gesamtergebnis war einfach nur hörenswert. Für soviel Ideenreichtum und Spielfreude gar es dann auch kräftig Applaus.

Mit viel Beifall wurden auch die anderen musikalischen Darbietungen belohnt, so die ganz tollen Blockflöteneinlagen der Jüngsten ab sechs Jahre. Sie hatten zwar erst im November den Unterricht im Spiel auf der Blockflöte begonnen und bewiesen mit Stücken wie „Hänsel und Gretel”, dass sie in der kurzen Zeit schon jede Menge gelernt haben. Richtig flott ging es bei dem „Persischen Marsch” nach Johann Strauß zu, den das Blasorchester der Kreismusikschule zum Besten gab.

Ähnlich wie bei der Geschichte vom Rattenfänger ging es bei einem anderen Programmpunkt zu. Nur dass durch das Atrium am Schulring keine Ratten, sondern viele Schüler mit ihren bunten Laternen hinter ihrem Dozenten und zwei weiteren Erwachsenen, die Blockflöte und Saxophon spielten, durch den Saal marschierten. Das wundervolle Spiel und die vielen kleinen Lichter im dunklen Raum, das war schon sehr schön anzusehen und auch anzuhören, sehr weihnachtlich eben.

Einen spanischen Tanz bot die ehemalige Schülerin der Kreismusikschule, Sarah Steingießer, und ein Weihnachtsgedicht „Tannengeflüster” gab es ebenfalls zu hören.

Herrlich auch der „Blockflötenchor”, der „Oh du fröhliche” anstimmte. Abgerundet wurde dieses erstklassige Konzert mit einer Darbietung des „Rondo Divertimento”, einem Quintett mit Wim Brils, das eine Variation eines holländischen Volkslieds zelebrierte.