Heinsberg: Kreisgymnasium: Labor für 30.000 Euro

Heinsberg : Kreisgymnasium: Labor für 30.000 Euro

Vor knapp 40 Jahren war es im Zuge der Entwicklungsbiologie ein Schmetterlings-Schaukasten, der alles in den Schatten stellte.

Nun jedoch ist es am Kreisgymnasium Heinsberg das schuleigene Labor für Mikrobiologie, das für über 30.000 Euro eröffnet und seiner Bestimmung übergeben wurde.

„Biologie am KGH ist ein bisschen was Besonderes, sie hat Tradition und dies sollte man weitertragen”, waren zur Laboreröffnung mit Schülern, Lehrern und Ehrengästen die Worte von Studiendirektor Wolfgang Schattow, der schon seit jeher infiziert ist vom Bazillus der Biologie.

Gewachsen aus Wolfgang Schattows Interesse, seinem Engagement und der Begeisterung für die Naturwissenschaften, entstand unter der Mithilfe vieler Hände - besonders der beiden tatkräftigen Hausmeister Manfred Nobis und Peter Wilms - und Spender das Labor für Mikrobiologie, das von Experimenten leben wird.

Denn „Naturwissenschaften leben von Experimenten, und ich glaube, hier wird vieles geschehen”, steuerte Schulleiterin Annegret Krewald dem neuen „Herzstück” zur Einweihung ein Laborgerät zur Herstellung von Lösungen bei.

Seit Mitte der Woche nun hat für den Biologie-Leistungskurs die hoch interessante Arbeit mit Reagenzglas, Kulturen und Bakterien begonnen. „Wer weiß, was aus diesem Raum noch so herauskriecht”, waren im Zuge der Laboreinrichtung die ersten nett gemeinten Aussagen von Kollegen und Schulkameraden zu hören, die von den Nachwuchs-Wissenschaftlern sicher noch so manches Experiment präsentiert bekommen werden.

Mit einem Kostenfaktor von über 30.000 Euro entstand im Keller des Neubau III ein speziell zugeschnittenes Labor, das in der Region einmalig sein dürfte.

Zur Bewältigung aller Arbeitsschritte rund um die Mikrobiologie wurden zahlreiche Geräte angeschafft, die eine Arbeit mit zehn Arbeitsgruppen ermöglicht.

So reichen die Apparaturen von der Zentrifuge, dem Laborschüttler für Reagenzgläser, dem Wärme- und Kälteschrank, über die Eppendorf-Pipette bis hin zum Gelchromatographen, der verschiedene Stoffe trennt.

„Das Kapital ist tot und leblos, wenn es nicht genutzt wird”, so der Aufruf und die Einladung an benachbarte Schulen, das Labor zwecks „Forschung” zu nutzen.

Im Beisein von Klaus Reiners und Heidrun Fußwinkel, beide wissenschaftliche Mitarbeiter des Genetischen Instituts der Universität Köln, präsentierte der Leistungskurs mit einer „gezüchteten” Bakterienkolonie seine erste wissenschaftliche Arbeit.

Und auch die beiden Wissenschaftler kamen nicht mit leeren Händen, sondern steuerten dem Labor aus ihrem altem Fundus eine Tischzentrifuge wie auch die Zusage zur weiteren Unterstützung mit Verbrauchsmaterialien wie beispielsweise kostspieligen Enzymen bei.