Kreis Düren: Kreisgesundheitsamt ist auf Mexikogrippe vorbereitet

Kreis Düren : Kreisgesundheitsamt ist auf Mexikogrippe vorbereitet

Noch wurde kein Verdachtsfall im Kreis Düren gemeldet.

Sollte aber die sogenannte Schweinegrippe auch die Rur erreichen, ist das Kreisgesundheitsamt gewappnet. Das machte die Leiterin Dr. Marianne Hoff-Gehlen im Kreisausschuss deutlich. „Ein Grippevirus kann mehr oder weniger aggressive Eigenschaften haben. Es besteht bei dem neuen Virus aber die berechtigte Hoffnung, dass es von seinen Eigenschaften her nicht schwerste Krankheitsbilder hervorruft, sondern eher milde Krankheitsverläufe”, warnt sie vor Panikmache. Die Erkrankung sei grundsätzlich medikamentös behandelbar. Wichtiger aber noch: „Es gibt genügend Medikamente für alle.”

Dass die Gefahr einer Pandemie, einer weltweiten Verbreitung noch nicht gebannt ist, zeigen aktuelle Zahlen der Weltgesundheitsorganisation: Bis Donnerstag wurden in 33 Ländern über 5700 Fälle offiziell nachgewiesen. In Deutschland sind es bislang zwölf.

Auf der Basis des Nationalen Pandemieplans hat das Kreisgesundheitsamt deshalb ein Bündel an Maßnahmen angeschoben und sich auf eine mögliche Großschadenslage vorbereitet.

„Für den Fall, dass sich der Virus auch bei uns ausbreitet, können die Bürger selber aber schon viel tun, um sich und andere vor Erkrankung zu schützen. Die Einhaltung von Hygieneregeln spielt dabei eine entscheidende Rolle, derzeit insbesondere bei Kontakt zu Reiserückkehrern aus betroffenen Regionen”, so Dr. Marianne Hoff-Gehlen. Denn Influenzaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion (Sprechen; Husten) übertragen sowie über die Hände. Insbesondere beim Niesen und Husten können Erreger auf die Hände gelangen und darüber weiter verbreitet werden. Daher wird häufiges Händewaschen empfohlen. Beim Husten sollte in den Ärmel gehustet werden. Der Kontakt zu Erkrankten sollte möglichst vermieden werden.

Erkrankte sollten sieben Tage häuslich abgesondert und nur bei entsprechend schwerer Symptomatik im Krankenhaus behandelt und isoliert werden. Alle Haushaltsmitglieder sollten, soweit möglich, zu Hause bleiben und Kontakte außerhalb des Haushalts vermeiden. Engen Kontaktpersonen von an Schweinegrippe-Erkrankten wird in der jetzigen Phase empfohlen, sich vom Hausarzt ein Medikament (Neuraminidasehemmer) zur vorbeugenden Einnahme verschreiben zu lassen. Damit können weitere Krankheitsfälle verhindert werden.

Das Gesundheitsamt berät Bürger und Institutionen. Wer aus Mexiko zurückkommt, sollte sich im Gesundheitsamt melden (02421/22-2429).