Kreis Heinsberg: Kreis Heinsberg warnt vor Kriebelmücken

Kreis Heinsberg : Kreis Heinsberg warnt vor Kriebelmücken

Aufgrund der ungewöhnlich frühen sommerlichen Temperaturen muss bereits ab diesen Samstag mit dem Auftreten der Kriebelmücke gerechnet werden. Diese Warnung unter Hinweis auf eine Information des Deutschen Wetterdienstes gab am Freitag die Pressestelle des Kreises Heinsberg heraus.

Nach Auskunft von Dr. Franz-Josef Franken, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, sammeln sich diese kleinen Insekten, deren Aussehen mehr Fliegen als Mücken ähnelt, an windgeschützten Stellen der Rur und fallen dann in Schwärmen über Menschen und Tiere her.

Menschen sollten an Tagen mit warmen Wetter und mäßiger Luftbewegung auf Spaziergänge in der Nähe der Rur verzichten. Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen schützen vor Mückenstichen. Es empfiehlt sich, für unbedeckte Körperteile ein Mückenschutzmittel bei sich zu tragen. Im Falle von Stichen mit allergischen oder entzündlichen Erscheinungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Für den Schutz der Rinder, die besonders gefährdet sind, wurden spezielle Empfehlungen angegeben: Der beste Schutz gegen den Befall mit Kriebelmücken ist die Aufstallung der Tiere. Eine gewisse Wirksamkeit hat auch ein nur stundenweises Austreiben der Tiere oder ein Austreiben nur zur Nachtzeit, da die Kriebelmücke nur bei Tag sticht.

Bei Tieren auf Dauerweiden sollte der Tierbesitzer wenigstens zweimal täglich und zwar möglichst zurzeit des Anflugmaximums der Mücken (etwa von 10 bis 12 Uhr und vor allem von 17 Uhr bis Sonnenuntergang) den Gesundheitszustand seiner Tiere überprüfen. Durch rechtzeitige Aufstallung und sofortige tierärztliche Behandlung kann erkrankten Tieren noch geholfen werden. Eine zeitlich begrenzte Wirkung hat das Einsprühen der Tiere mit mückenabweisenden Mitteln, die bei den prakt. Tierärzten zu erhalten sind.

Stark riechende Mittel sollten jedoch bei Kühen wegen eventuell möglicher Geruchsveränderung der Milch nicht angewandt werden. Es empfiehlt sich, die Weiderinder nicht an einem warmen Tag aufzutreiben, sondern für den Erstauftrieb Tage mit kühlem Wetter abzuwarten, damit sich die Tiere langsam an die Stiche der Mücken gewöhnen können.