Kreis Heinsberg: Kreis Heinsberg warnt vor Giftpflanze

Kreis Heinsberg : Kreis Heinsberg warnt vor Giftpflanze

Das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea), zu erkennen an einem hochgewachsenem Stängel und leuchtend gelben Blüten, steht aktuell in voller Blüte. Da ist jedoch Vorsicht geboten, da es sich um eine Giftpflanze handelt, die Mensch und Tier besser meiden sollten, mahnt der Kreis Heinsberg.

„Das Kraut ist uns als heimische Pflanze nicht unbekannt, aber ihr verstärktes Auftreten ist erst in den letzten Jahren zu beobachten“, erklärte Norbert Dismon vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung. Insbesondere die trockenen und warmen Sommer würden die Verbreitung des Jakobskreuzkrautes fördern.

Zu finden sei die giftige Pflanze auf stillgelegten Flächen, Böschungen, Weiden und an Weg- und Straßenrändern. Aufgrund der giftigen Inhaltsstoffe, sogenannte Alkaloide, dürfe das Jakobskreuzkraut nicht als Futtermittel verwendet werden, weder frisch noch getrocknet als Heu. Eine Verfütterung würde zu Vergiftungen führen.

Um das Verzehren der Pflanze durch Weidetiere zu verhindern und die weitere Ausbreitung zu stoppen, müsse die Samenbildung der Pflanze unterbunden werden. Für die Praxis bedeute dies, dass die betroffenen Flächen spätestens bei Blühbeginn gemäht werden müssten. Einzelpflanzen könnten ausgestochen oder ausgezogen werden. Dabei müssten lange Ärmel und wasserdichte Handschuhe getragen werden, da der Pflanzensaft durch die Haut in den Blutkreislauf des Menschen gelangen könne und dort ebenfalls giftig wirke.

Sei eine Fläche bereits stark befallen, helfe letztlich nur die chemische Bekämpfung. „Vorbeugend ist darauf zu achten, dass offene Bodenstellen in Flächen durch eine Nachsaat der Wiesen geschlossen werden, so Dismon. Das erschwere dem Jakobskreuzkaut die weitere Ausbreitung. Auch eine leichte Düngung der Wiesen hemme die Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes.

Weitere Informationen unter: www.landwirtschaftskammer.de

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