Kreis-Grüne fühlen sich gestärkt

Kreis-Grüne fühlen sich gestärkt

Kreis Heinsberg. Christa Nickels erhielt großes Lob bei der jüngsten Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen in der Stadthalle Heinsberg am Freitagabend.

Sie habe im Wahlkampf trotz ihrer bundesweiten Verpflichtungen sehr viel Zeit in ihren Wahlkreis investiert. Dafür erhielt sie neben einem herzlichen Dankeschön auch einen großen Blumenstrauß.

Politisch fühlen sich sich die Grünen nach der Bundestagswahl auch im Kreis Heinsberg gestärkt. Kreissprecher Ulrich Horst untermauerte diese Stärkung mit einer Anerkennung an die alte und neue Bundestagsabgeordnete und dankte den Wahlkampfhelfern.

Christa Nickels freute sich in ihrer Erwiderung über die breite Unterstützung durch ihre Parteifreunde. Sie zog eine positive Bilanz des Wahlkampfes: „An Marktständen und in Veranstaltungen habe ich zahlreiche Äußerungen gehört, die wohlwollend und zustimmend die rot-grüne Politik lobten.” Nickels weiter: „Selbst spontane Partei-Eintritte hat es gegeben.” So etwas habe sie in 20 Jahren aktiver Parteipolitik nicht erlebt. Dies sei Ausdruck der soliden und verantwortungsvollen Politik der Grünen.

Zuversichtlich in Richtung Kommunalwahl

Trotz der eher schmalen Stimmenzuwächse im Kreis sei dies sehr vielsprechend. Sicherlich sei die absolute CDU-Mehrheit im Kreis nicht so leicht zu knacken, aber die CDU-Bundespartei würde immer mehr grüne Kernfelder wie Menschenrechte, Verbraucherschutz, Umweltschutz und Frauen in ihr Programm übernehmen.

Dies macht der bekennenden Wertkonservativen Nickels Mut auch für die Kommunalwahlen. Als ein weiteres positives Signal der Wähler fasst Christa Nickels die deutliche Absage an die die „Spaßpartei” FDP auf. Erschreckend sei hingegen, dass die FDP trotz der antisemitischen Äußerungen Möllemanns in NRW und im Kreis Heinsberg gut abgeschnitten habe.

Den aktuellen Stand der laufenden Koalitionsverhandlungen, an denen sie beratend mitgewirkt hat, erläuterte Nickels ebenfalls. Sie hatte sich besonders um die Bereiche Gentechnik, Menschenrechte und Drogenpolitik auf Seiten der Grünen-Verhandlungsdelegation in die Gespräche eingeschaltet.

Seidl für Neustrukturierung der Ministerien

Mit Spannung wurde auch die Darstellung der Landtagsabgeordneten für den Kreis Heinsberg, Dr. Ruth Seidl, über die momentane Situation in Düsseldorf aufgenommen. Durch den Weggang von Ministerpräsident Wolfgang Clement ist auch die rot-grüne Koalition in Düsseldorf in einer Neustrukturierungsphase. Dies hat bekanntlich für Turbulenzen gesorgt.

Die nun abzusehende Neustrukturierung der Ministerien in Düsseldorf, deren Einzelheiten zur Zeit heftig diskutiert werden, begrüßte Seidl Einen persönlichen Erfolg konnte sie als hochschulpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion verbuchen: Die Einführung der Studienkonten ist jetzt - nach zähem Ringen mit dem Koalitionspartner - gelungen.

Als weiteren positiven Ansatz sieht Seidl, dass auf Initiative der Grünen der Schulbesuch für Flüchtlingskinder, der bisher nur freiwillig war, als Verpflichtung eingeführt werden soll.