Kreis Düren: Kreis glaubt an Kraft des Löwen

Kreis Düren : Kreis glaubt an Kraft des Löwen

Es war ein klares Bekenntnis zum Löwen. Auch wenn die Skulptur, die das Wappentier des Kreises Düren symbolisiert, Rost angesetzt hat und von Vögeln und Passanten bekleckert wurde - der Landrat gab in diesen Tagen vor der Presse zu verstehen, dass er zum „Düren-Lion” steht.

Das umstrittene Kunstwerk wurde vom Amtskollegen Dieter Patt gestaltet und von der Sparkasse Düren gesponsert. Die deshalb entfachte öffentliche Kritik wies Wolfgang Spelthahn zurück: „Der Löwe hat seinen Zweck schon erfüllt. Ich finde es gut, dasss dieses Werk Diskussionen auslöst. Kunst muss polarisieren.”

Dann nahm der Landrat von Sparkassenvorstand Uwe Willner („Der Vorstand war gerne bereit, dieses schöne Projekt zu unterstützen”) einen Scheck über 15.000 Euro entgegen. Der Betrag geht an die Kulturinitiative im Kreis Düren, die das Kunstwerk erworben hat und es dem Kreis Düren als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt.

Kritik ficht die Akteure nicht an. Willner sagte, bevor er den Scheck weitergab: „Ich bin davon überzeugt, dass der Löwe für Düren die Bedeutung erlangen wird, die der Eiffelturm für Paris besitzt.”

Dieser kühne Vergleich gefiel auch der Vorsitzenden der Kulturinitiative, Käthe Rolfink, die als Kreistagsabgeordnete zugleich Vorsitzende des Kulkturausschusses ist. Willners Vision ermutige die Initiative, weitere Initiativen dieser Art zu ergreifen, sagte die Kommunalpolitikern.

Sie erinnerte daran, dass der Löwe etwa an jener Stelle platziert wurde, wo einmal steinerne Löwen das alte Kreishaus flankierten. Von diesen Kunst-Katzen sind nur noch Teile des Sockels aus Basalt erhalten. Die neue Abbildung des Wappentieres schaffe ein Stück „Corporate Identity” für den Kreis, sagte die Christdemokratin.

Auch der Patt-Löwe ist kein Werk für die Ewigkeit. Der Rost hat schon mächtig an dem Eisen genagt. Aber das ist gewollt. Die Skulptur verändert ständig ihr Gesicht. Wie ihre Umgebung.