Erkelenz: Kontrolle sorgt für Sicherheit auf Spielplätzen

Erkelenz : Kontrolle sorgt für Sicherheit auf Spielplätzen

Drei Tage ist es her, dass ein kleines Mädchen sich auf einem Eschweiler Spielplatz beide Hände verätzt hat.

Was nie auf einem Spielplatz liegen dürfte: Chemieabfälle haben der Kleinen, die harmlos im Sand getobt und auf den Geräten herum geturnt ist, die Haut verletzt.

Jetzt die Erkenntnis: Direkt neben dem Spielplatz gammelten in einem kaum gesicherten Lager giftige Abfälle bereits längere Zeit vor sich hin. Unbekannte haben sich daher Zutritt verschafft und das Gift über dem Spielplatz ausgegossen.

In Eschweiler ist das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen. Wie aber sieht es mit der Sicherheit, Wartung und dem Schutz vor Verschmutzung auf hiesigen Kinderspielplätzen aus?

EVZ-Redaktionsmitglied Ute Steinbusch hat sich in Wegberg, Hückelhoven und Erkelenz umgehört.

„Wir kontrollieren die Spielplätze im Stadtgebiet einmal pro Woche oberflächlich. Dazu verpflichtet uns der Gesetzgeber. Das heißt, wir beseitigen Schmutz und Unrat, etwa Glassplitter und Fäkalien, die für die spielenden Kinder gefährlich werden können”, erklärt Klaus Zwirner vom Bauhof in Wegberg.

44 Kinderspielplätze besitzt die Stadt Wegberg. Je nach Lage des Spielplatzes sind die Verschmutzungen zwar stärker oder geringer, aber wilder Müll in größerem Umfang sei auf diesen Plätzen bislang nicht gesichtet worden.

„Wir entfernen zwar regelmäßig wilden Müll von Wegrändern und aus dem Wald. Darunter sind ab und an auch Fässer mit unbekanntem Inhalt. Aber auf den Kinderspielplätzen haben wir so etwas bislang Gott sei Dank nicht vorgefunden”, versichert Klaus Zwirner.

Solch dramatische Fälle wie jüngst in Eschweiler hat es auch in Hückelhoven noch nicht gegeben, weiß Gabriele Wist von der Stadtverwaltung.

Auch in Hückelhoven kontrollieren die Mitarbeiter des Bauhofes regelmäßig die 48 Kinderspielplätze. „Einmal in der Woche unternehmen sie eine Sichtkontrolle, monatlich inspizieren sie die Geräte auf ihre Sicherheit.”

Immer wieder gibt es auf Hückelhovener Spielplätzen Arger mit uneinsichtigen Besitzern von Vierbeinern. „Zum Beispiel auf dem Spielplatz direkt am Rathaus liegt ständig Hundekot. Fast täglich entfernt ein Bauhof-Mitarbeiter die Haufen.”

Genau wie in Wegberg rufen in Hückelhoven immer wieder Bürger an, die etwas bemerkt haben. Gabriele Wist ist darüber sehr dankbar. „Schließlich sind wir darauf angewiesen, dass die Bürger uns verständigen, wenn die Spielplätze nicht in Ordnung sind. Dann können Schäden viel schneller beseitigt werden.”

Zum Beispiel hinterlassen abendliche Sausen von Jugendlichen auf den für die Kleineren gedachten Spielplätzen viel Müll, der schleunigst aus dem Weg sein muss, bevor sich die Kinder an Glasscherben die Hände aufritzen oder einfach keine Lust mehr haben, in solch einem Chaos zu spielen.

Vandalismus-Schäden muss auch Karl-Heinz Schiffers vom Bauhof der Stadt Erkelenz immer wieder registrieren.

Jüngst schnitten Unbekannte wieder die Seile eines Klettergerüsts auf dem Spielplatz am Adolf-Kolping-Hof an. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Sogar Anzeigen hat der Bauhof schon erstattet.

Zwei Mitarbeiter des Bauhofes sind ständig im Einsatz, allein die Vandalismus-Schäden auf den fast 90 Spielplätzen im Erkelenzer Stadtgebiet zu beheben. Aber auch Karl-Heinz Schiffers kann nur den Kopf schütteln über das Geschehen in Eschweiler.

„Viele Vandalismus-Schäden, aber wilder Müll, das hat es bei uns bislang noch nicht gegeben.” Karl-Heinz Schiffers freut sich über die Aufmerksamkeit vieler Bürger.

„Die rufen uns an oder sprechen die Kinder und Jugendlichen sogar direkt an, wenn sie sehen, dass etwas nicht richtig läuft.” Mit etwas mehr Interesse und Zivilcourage lasse sich manche Gefahr denn schon im Keim ersticken.

Wenn etwas auf dem Spielplatz nicht stimmt, gibt es in den einzelnen Städten direkte Ansprechpartner.

In Wegberg ist das Klaus Zwirner, 02434/979130. In Hückelhoven Gabriele Wist, 02433/82268. In Erkelenz Thomas Weber, 02431/ 85327, oder Helga Flesch, 02431/85184.