Kreis Heinsberg: Kontrollaktion: Polizei will Wege der Banden erkennen

Kreis Heinsberg : Kontrollaktion: Polizei will Wege der Banden erkennen

Eine Kontrollaktion zur Bekämpfung sowohl der Kriminalität als auch der Hauptunfallursachen war am Montag wieder bei der Kreispolizeibehörde Heinsberg angesagt. Zwischen 12 und 20 Uhr gab es eine Vielzahl von Kontrollen.

Wohnungseinbrüche

„Im Kreis Heinsberg ereigneten sich im vergangenen Jahr 746 Wohnungseinbrüche. Jeder einzelne dieser Fälle ist ein Einschnitt in das Sicherheitsempfinden der betroffenen Menschen. Ebenso wurden viele parkende Fahrzeuge aufgebrochen und Gegenstände daraus entwendet. Dieser Entwicklung möchte die Polizei entgegenwirken“, erklärte am Dienstag die Pressestelle der Polizei in Heinsberg.

Deshalb seien Beamte in Uniform, aber auch in ziviler Kleidung unterwegs gewesen und hätten Fahrzeug- und Personenkontrollen vorgenommen. „Durch diese Kontrollen sollen Rückzugs- und Anreisewege mobiler Einbrecherbanden erkannt und gestört werden.“ Zudem wolle die Polizei so Hinweise erlangen, die für polizeiliche Ermittlungen bedeutsam sein könnten. Die Bearbeitung der gewonnenen Hinweise dauere zurzeit noch an.

Aber die Pressestelle meldete am Dienstag auch: „Ein 26-jähriger Mann wurde festgenommen, da bei den Kontrollen festgestellt wurde, dass er mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Aachen gesucht wurde.Auch ein 48-jähriger Heinsberger, der mit einem Strafbefehl des Amtsgerichtes Heinsberg gesucht wurde, wurde festgenommen. Nachdem er seine Geldstrafe gezahlt hatte, konnte er wieder entlassen werden.“

Verkehrsunfälle

Die Polizei verfolgte aber bei diesem Einsatz noch ein weiteres Ziel. „Seit Beginn des Jahres verloren mehrere Menschen ihr Leben auf den Straßen im Kreis. Jedes Unfallopfer bedeutet Leid für die Familie, Freunde und Arbeitskollegen“, so die Polizei-Pressestelle. „Um die Menschen im Kreis vor schweren Unfallfolgen zu schützen“, gab es am Montag auch Geschwindigkeitskontrollen.

Kontrolliert wurden insgesamt 429 Personen und 306 Fahrzeuge. 185 Verkehrsteilnehmer mussten ein Verwarngeld bezahlen oder erhalten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Die meisten seien zu schnell unterwegs, so die Polizeiauskunft. Einige hätten den Sicherheitsgurt nicht angelegt oder verbotswidrig während der Fahrt mit dem Handy telefoniert. Ein Fahrzeugführer sei nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis gewesen.

Vier Verkehrsteilnehmer hätten unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden. Ihnen sei eine Blutprobe entnommen worden; Anzeigen seien gefertigt worden. In einem der kontrollierten Fahrzeuge wurde laut Polizeibericht Marihuana gefunden. Die beiden Fahrzeuginsassen — ein 34-jähriger Geilenkirchener sowie ein 33-jähriger Mann aus Duisburg — wurden daraufhin zur Wache gebracht. Dem aus Geilenkirchen stammenden Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen.

Bei dem Duisburger fanden die Beamten eine größere Menge Heroin. Daraufhin wurde das Betäubungsmittel sichergestellt, die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. Auf richterliche Anordnung durchsuchten Polizeibeamte anschließend die Wohnung des Geilenkircheners. Dort fanden sie ebenfalls Betäubungsmittel und stellten sie sicher. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.