Kreis Heinsberg: Knopfdruck genügt, Hilfe kommt sofort

Kreis Heinsberg : Knopfdruck genügt, Hilfe kommt sofort

„Ich hatte es mir ja schon länger überlegt, ob ich ein Hausnotrufgerät beantragen soll”, sagt Lieselotte Schmidt aus Erkelenz. „Jetzt habe ich mich endgültig entschieden”, so die 84-jährige Seniorin. Damit ist sie die 100. Teilnehmerin, die das Hausnotrufsystem des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis nutzt.

Lieselotte Schmidt hat ein künstliches Kniegelenk und ist daher nicht mehr so ganz sicher auf den Beinen. „Einmal bin ich schon gestürzt und konnte nicht mehr alleine aufstehen”, erinnert sich die alte Dame. Auf dem Boden robbend, konnte sie mit letzter Kraft das Telefon erreichen und Hilfe holen. Darauf will sie sich in Zukunft aber nicht mehr verlassen. Mit dem Hausnotrufgerät kann sie jederzeit Hilfe rufen.

Mit Hilfe eines kleinen Funkfingers, den sie wie eine Kette um den Hals trägt, kann sie den Notruf jederzeit und in jedem Zimmer auslösen. Sofort wird eine Sprechverbindung zur Hausnotrufzentrale hergestellt. Die persönlichen Daten wie Wohnsituation, körperliche Beschwerden und auch Allergien sind bereits in der Hausnotrufzentrale gespeichert und können vom dortigen Mitarbeiter auf einem Monitor eingesehen werden. Durch gezielte Fragen kann er sich dann in kürzester Zeit ein Bild vom akuten Notfall machen und entscheiden, welche Hilfe angebracht ist. Je nach Situation werden Ansprechpartner, in diesem Fall die Tochter oder der Sohn informiert, wenn erforderlich auch der Rettungsdienst.

„Ich fühle mich jetzt wesentlich sicherer in meinen eigenen vier Wänden und auch meine Kinder sind beruhigter”, sagt Lieselotte Schmidt. Dass sie die 100. Teilnehmerin am DRK-Hausnotrufsystem im Kreis Heinsberg ist, damit hatte sie nicht gerechnet. Zum Hausnotrufgerät wurden ihr von Andreas Schülbe (DRK) noch ein Blumenstrauß und eine Flasche Sekt überreicht.