Hückelhoven: Knappenverein St. Barbara feiert 50-jähriges Bestehen

Hückelhoven : Knappenverein St. Barbara feiert 50-jähriges Bestehen

Auf dem Gelände von Schacht 3, dem Ort, mit dem der Bergbau in Hückelhoven unweigerlich verbunden ist, fanden die Feiern zum 50-jährigen Bestehen des Knappenvereins St. Barbara Hilfarth-Hückelhoven statt.

„Hilfarth steht deshalb mit im Namen”, so Franz-Josef Sonnen, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Zeche und heute Vorsitzender des Fördervereins Schacht 3, „weil man 1957 in Hilfarth in der Gaststätte Windeln den Verein gegründet hat”. Er erklärte kurz, dass in besagtem Jahr ein Kumpel aus dem Saarland, der erst wenige Wochen in Hückelhoven arbeitete, unter Tage einen tödlichen Unfall erlitten hatte.

Zur Beerdigung reisten die Knappen aus dem Saarland an, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Da entstand die Idee, einen eigenen Knappenverein zu gründen, was dann Adolf Rudolf, Robert Reiche und Georg Klose in die Tat umsetzten. Kaum hatte Sonnen die Gründungsgeschichte zu Ende erzählt, begann der Spielmannszug Herne Sodingen 1885 den Abmarsch des zweieinhalb Kilometer langen Umzugs einzuläuten.

Unter den 43 teilnehmenden Vereinen waren neben etlichen Musikkapellen 22 Knappenvereine aus den traditionellen Bergwerksstädten vom Ruhrgebiet über Kevelaer bis zum Saarland.