Hückelhoven: Knappenstiege wird (noch) nicht saniert

Hückelhoven : Knappenstiege wird (noch) nicht saniert

Die Treppenanlage Knappenstiege bereitet den Sozialdemokraten einige Sorgen. In einem Antrag an den Bau- und Umweltausschuss hatten sie eine Sanierung der Treppe gefordert, die deutliche Abnutzungsspuren zeigt und immer wieder ausgebessert werden muss.

Die zweieinhalb Meter breite Treppe überbrückt mit 118 Stufen eine Höhendifferenz von rund 15 Metern zwischen der Martin-Luther-Straße und der Bauerstraße.

Sie stammt aus dem Jahr 1965 und hat eine theoretische Nutzungsdauer von 50 Jahren, wie die Verwaltung auf der letzten Sitzung des Bauausschusses mitteilte. Somit wäre das Bauwerk, das auch den Triathleten beim „Hü-Woman” immer wieder einiges abfordert, in etwa sechs Jahren abgeschrieben.

Eine Erneuerung der Knappenstiege würde nach Berechnungen der Verwaltung rund 160000 Euro kosten, wobei neben den Betonfertigteilstufen auch die Geländer, Beleuchtung sowie der Abbruch der bestehenden Treppen- und Podestaufbauten enthalten wären.

Von dieser Investition rät der Eschweiler Bergwerksverein (EBV) nach Aussage der Verwaltung derzeit ab. Denn Bergschäden, die durch den sogenannten „Rurrand-Sprung” ausgelöst werden, seien für den Bereich Hückelhovens derzeit nicht auszuschließen. Allerdings seien die derzeitigen Schäden an der Treppe nicht durch Bergbewegungen ausgelöst worden. Trotzdem empfiehlt der EBV, die Sanierung der Knappenstiege um mindestens zwei Jahre aufzuschieben, bis endgültige Gewissheit geschaffen ist.

Dieser Auffassung konnten sich Bürgermeister Bernd Jansen und die Vertreter der Parteien im Ausschuss nach anfänglichen Bedenken anschließen. Die Maßnahmen werden demnach bei der Fortschreibung der Finanzplanung eingeplant. Mit den Arbeiten wird jedoch erst begonnen, wenn seitens des EBV in zwei Jahren grünes Licht dafür gegeben wird.