Selfkant-Schalbruch: Kleine Artisten begeistern in Zirkusmanege

Selfkant-Schalbruch : Kleine Artisten begeistern in Zirkusmanege

Zum ersten Mal startete ein neues gemeinsames Sommerferienangebot in einer Kooperation der Offenen Jugendarbeit der Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht. Träger der Ferienspiele ist die katholische Kirche, wobei auch die evangelische Kirche mit im Boot ist.

„Manage frei” hieß es für Kinder zwischen zehn und 16 Jahren; fast 50 Jugendliche machten mit. Der Projektzirkus Regenbogen NRW der Zirkusfamilie Lagrin hatte sein großes Zirkuszelt in Schalbruch an der Schulstraße aufgeschlagen. In der dritten Generation ist die Artistenfamilie Lagrin aktiv. Sie hat - neben Zirkusblut - aber auch eine pädagogische Ader.

Niklas Lagrin versteht es, die Kinder zu begeistern und ihnen die Angst vor großen Taten zu nehmen. Er vermag es, den Kindern Mut zu machen.

Eine Woche lang schnupperten die Kinder Zirkusluft, wobei Niklas Lagrin schon leicht ins Schwärmen geriet. „Ich bin beeindruckt, hier sind wahre kleine Artisten dabei. Vorher hatten sie noch Angst, jetzt möchten fast mitreisen”, lachte Lagrin und freute sich auf die große Abschlussveranstaltung.

Bei einem Gottesdienst im Zirkuszelt mit Pastor Roland Bohnen und Anja Fresia von der Evangelischen Kirche wurde von beiden Geistlichen nachgefragt, wie es den Kindern denn so gefallen habe. „Toll”, „Ich hatte zunächst Angst, was kaputt zu machen”, „Ich habe gelernt, mir etwas zuzutrauen”: So kamen viele positive Antworten zusammen.

Bürgermeister Herbert Corsten danke den Vertretern der offenen Jugendarbeit aus den drei Gemeinden und dankte auch den beiden Kirchen sowie Familie Lagrin.

Ein Dank ging auch an Schalbruchs Ortsvorsteher Frank Köhnen für die Unterstützung der Ferienmaßnahme vor Ort. Wobei die Ferienkinder sich bei Carsten Feiter von der Kreissparkasse Heinsberg für tolle T-Shirts bedankten.

Die Familie Lagrin (gefördert von Jugendamt Rhein-Kreis Neuss/Land NRW) reist auch von Schule zu Schule, um jeweils in einer Projektwoche einen Unterricht der anderen Seite zu zeigen.

Ziel ist es unter anderem, Gemeinschaft zu zeigen, sich selbst etwas zutrauen, die eigene Hemmschwelle zu überwinden, in der Gruppe zu arbeiten sowie eigene Stärken zu erkennen. Und viele Kinder entdeckten jede Menge Talente.

Es folgte eine Zirkusaufführung, die Schalbruch so noch nicht gesehen hatte. Waghalsige Kunststücke, lustige Clownerien, raffinierte Zaubertricks, Feuerschlucker, Ring- und Drahtseilartistik unter der Zirkuskuppel und vieles mehr: Das Publikum war begeistert und forderte Zugabe. Die Kinder selbst strahlten. Diese Ferienwoche in Schalbruch dürften sie nicht so schnell vergessen.