Waldfeucht-Braunsrath: Klangschön und wuchtig: Feierliches Konzert des Musikcorps Braunsrath

Waldfeucht-Braunsrath : Klangschön und wuchtig: Feierliches Konzert des Musikcorps Braunsrath

Ein feierliches Konzert bot das Musikcorps Braunsrath unter der Leitung von Steven Walker in der Pfarrkirche St. Clemens. Viele Besucher waren gekommen, um den Klängen zu lauschen. Bis auf wenige freie Plätze war die Kirche gut gefüllt.

Schon die Eröffnung mit dem „Feierlichen Einzug“ von Richard Strauss zeigte die Richtung an. Dieses Stück hatte das Orchester bereits beim Frühjahrskonzert gespielt, doch in der Kirchenatmosphäre mit der im Vergleich zur Festhalle satteren Akustik wirkte das von Steven Walker arrangierte Werk noch wuchtiger aber um so klangschöner.

Es wurde energisch und kraftvoll musiziert. Im Kirchenraum breitete sich ein ungeheures Klangvolumen aus, das zweifellos Walker zuzuschreiben ist, der das Orchester in intensiven Proben zu dieser Leistung gebracht hat.

Im „Intermezzo Sinfonico“ aus der Cavalleria Rusticana von Pietro Mascagni, zeigten sich die Musikerinnen und Musiker in glänzender Spiellaune. Dass sich der engagierte Dirigent mit seinem Orchester an diese anspruchsvolle Komposition wagte, spricht für das gesunde Selbstvertrauen des Orchesters.

Denn für dieses schwierige Werk in einer Bearbeitung für Blasorchester muss ein Dirigent die geeignete instrumentale Besetzung haben, um die Klangfarben dieser bekannten Komposition herauszuarbeiten — was dem Musikcorps Braunsrath in beeindruckender Manier gelang. Es war ein Genuss, in der klangprächtigen Bearbeitung des Liedes „Allerseelen“ von Richard Strauss ein Blasorchester zu erleben, das mit feiner Intonation, prägnantem Spiel und nuancierter Tonsprache überzeugte.

Eindrucksvoller Schlusspunkt

Licht senden — in die Tiefen der menschlichen Herzen — ist des Musikers Berufung. Diese Worte stammen von Robert Schumann, und die trafen sinngemäß genau auf das zu, was im ruhigen „Canterbury Choral“ des belgischen Komponisten Jan Van der Roost musikalisch zum Ausdruck kam.

Mit dem besinnlich-feierlichen „Amen“ von Pavel Stanek setzte das Orchester einen eindrucksvollen Schlusspunkt.

(us)