Hückelhoven: Klang der Panflöte lässt träumen

Hückelhoven : Klang der Panflöte lässt träumen

Die Panflöte ist ein außergewöhnliches Instrument, das mit seinem melodischen Klang zum Träumen anregt.

Von diesem einzigartigen Zauber konnten sich am vergangenen Wochenende auch zahlreiche Musikliebhaber in der katholischen Pfarrkirche St. Lambertus überzeugen.

Hier gastierte der rumänische Musiker Ion Malcoci, der in 90 Minuten die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Panflöte in eindrucksvoller Weise präsentierte und damit wohl durchaus als Meister seines Fachs bezeichnet werden kann.

Mal lebhaft und lautstark, dann wieder wehmütig und melancholisch demonstrierte der Künstler die gesamte Bandbreite seines Könnens und zog das Publikum in seinen Bann. Die Auswahl der gespielten Stücke reichte von populären Kompositionen wie Frédéric Chopins „Etüde” und einigen Variationen zum Thema „Karneval in Venedig” bis hin zu traditionellen, folkloristischen Darbietungen aus dem Heimatland des Musikers.

Begleitet wurde er während seines Auftritts von Gabriel Dorin, der wechselweise an Violine und Orgel eine harmonische Untermalung zu den dominierenden Klängen der Panflöte bot und darüber hinaus mit beeindruckenden Soli überzeugte.

So ungewöhnlich und eigenwillig wie ihr Klang ist aber auch die Geschichte der Panflöte. Der Mythologie nach soll der Hirtengott Pan, der aus der Ehe des verwandelten Gottes Merkur und der Nymphe Dryope hervorging, das Instrument aus aneinander geheftetem Schilfrohr geschaffen und sich mit dessen eindringlichem Klang über eine unerfüllte Liebe hinweggetröstet haben.

Tatsächlich liegen die Wurzeln der Panflöte vermutlich aber im außereuropäischen Kulturkreis, wobei der folkloristische Klangkörper erst in der rumänischen Geschichte den Status als populärstes landestypisches Volksinstrument errang und von dort aus seinen Siegeszug weit über die Landesgrenzen hinaus antrat, wie Dorin in seiner Vorrede erklärte.

Die Panflöte ist daher untrennbar verknüpft mit der Geschichte Rumäniens und seinem reichen Kulturgut. Malcoci und Dorin konnten hier aus dem Vollen schöpfen. So wurde den Zuhörern auch ein Eindruck der rumänischen Lebensweise.