Wassenberg: Kirche soll offen sein für schöpferisches Denken

Wassenberg : Kirche soll offen sein für schöpferisches Denken

Die 100-jährige Zugehörigkeit des Propsteichores St. Georg Wassenberg zum Diözesan-Cäcilien-Verband des Bistums Aachen war diesmal der „besondere Anlass” zum Dekanatssingen.

Mehr als 130 Sängerinnen und Sänger der Kirchenchöre Birgelen, Myhl, Ophoven, Steinkirchen-Effeld, Orsbeck, der „Junge Chor” Wassenberg, einige Sängerinnen und Sänger von St. Mariä Himmelfahrt Wassenberg-Oberstadt und der Jubiläumschor St. Georg fanden sich unter dem Dirigat von Propstei-Organist und Chorleiter Vincent Heitzer zu einem großen, harmonisch singenden Chor zusammen.

Viele dieser Frauen und Männer opfern - einige schon seit Jahrzehnten - ihre Freizeit, um nach oft harten Proben zum Lobe Gottes und zur Freude der Kirchenbesucher zu singen. Beim Dekanatssingen zeigte sich einmal mehr, mit welcher Intensität und Hingabe diese Frauen und Männer „lebendige Kirche sind”.

Das „Dekanatssingen” war eingebettet in die Gestalt einer „Vesper”, die in ihrem liturgischen Teil von Propst Rainer Mohren gehalten wurde.

Die Psalmen oder „Lobgesänge” König Davids aus dem Alten Testament - Psalm 1 - „Meine Hoffnung und meine Freude”, Psalm 2 - „Singet dem Herrn ein neues Lied” und Psalm 3 - „Nun jauchzet dem Herrn alle Welt” - in der Vertonung großer Meister der Kirchenmusik wie Heinrich Schütz, William Henry Monk, Jaques Berthier (Taizè) und anderer Komponisten bildeten den Grundstock dieser Vesper, die mit einem wunderbar eingängig gesungenen „Magnifikat” und dem „Salve Regina” weitere Höhepunkte setzte.

Propst Rainer Mohrens Predigt machte in seiner kurzen, knappen Art darauf aufmerksam, dass dann, „wenn die Kirche die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, auch im Leben der Kirche dieses Leben erkennbar sein müsste. Angesichts eines lebendigen Gottes träume ich von einer Kirche, die Freude hat am Leben, die Lebensfreude bejaht und offen ist für Kreativität und schöpferisches Denken und Handeln.”

Das „Dekanatssingen” wurde sehr positiv von den Zuhörern aufgenommen, die in die Fürbitten mit einstimmten. „Kirche auf so lebendige, alle Sinne ansprechende Weise kann mitreißen auch jene, die in ihr, wenn überhaupt, nur noch Events sehen”, war von einigen Zuhörern zu hören. Das Dekanatssingen kann sicher auch dazu beitragen, weitere junge Menschen zum Mitsingen in den Chören zu bewegen.