Wassenberg-Steinkirchen: Kindergarten als Band zwischen zwei Orten

Wassenberg-Steinkirchen : Kindergarten als Band zwischen zwei Orten

„In unserem Kindergarten ist es wunderschön!” Mit einem Lied begrüßten die kleinen „Bewohner” des Kindergartens Steinkirchen ihre Eltern und eine große Zahl von Ehrengästen zur offiziellen Eröffnung der neuen Einrichtung.

Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte sie zum 1. August dieses Jahres bezogen werden, wie Bürgermeister Manfred Winkens in seiner Rede betonte. Die beiden bis zum Sommer noch genutzten Gebäude in Effeld und Ophoven seien nicht mehr zeitgemäß gewesen und hätten nicht mehr den heutigen pädagogischen Konzeptionen entsprochen, erklärte er. Sein Dank ging an alle bei Planung und Ausführung des Projekts Beteiligten, darunter auch der Kreis Heinsberg, der das rund eine Million Euro teure Projekt mit 250.000 Euro finanziell unterstützt hatte.

Positiv sah Winkens die Folgenutzung der alten Einrichtungen in Effeld, die zu einem Vereinsheim wird, und in Ophoven, wo die Interessengemeinschaft „Hilfe für krebskranke Kinder” aus ihrer Nikolausausstellung eine Dauerausstellung macht. „Insgesamt kann man also sagen, dass die Stadt Wassenberg mit der Errichtung eines neuen städtischen Kindergartens in Steinkirchen die richtige Entscheidung getroffen hat”, so sein Resümee. „Hier ist eine moderne, hohen Standards entsprechende, zukunftsweisende Einrichtung entstanden”, pflichtete ihm Hans-Jürgen Oehlschläger, Leiter des Kreis-Jugendamts, bei.

„Wir freuen uns, dieses Traumhaus mit Ihnen einweihen zu dürfen” , erklärte Doris Wingertszahn als Vertreterin der Grundschule in Birgelen. Als Geschenk für die Kinder hatte sie einen Sandmann mitgebracht. „Damit eure Träume in Erfüllung gehen!” Der Bau des Kindergartens zwischen Effeld und Ophoven in Steinkirchen sei vor Jahren ein nicht unumstrittener Gedanke gewesen, aber ein richtiger, erklärte Effelds Ortsvorsteher Bert Ramakers.

„Im Kindergarten lernen die Kinder, dass sie nicht alleine auf der Welt sind, dass man Rücksicht nehmen und auch schon mal Verantwortung übernehmen muss. Das alles kommt den Vereinen zugute”, betonte Ewald Schmitz als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Effelder Vereine.

Zugleich dankte er für die Auftritte, mit denen sich Kindergartenkinder und ihre Betreuer immer wieder an Aktivitäten in der Dorfgemeinschaft beteiligen. Die Zusammenlegung der Kindergärten biete eine neue Gelegenheit, das überholte, „mit mittelalterlich anmutenden Ressentiments beladene Schubladendenken - hier Ophoven, da Effeld, dazwischen nichts - zu überwinden, mit Langzeitwirkung auch auf das Vereinsleben.” Eine sinkende Kinderzahl werde da zusätzlich ein bisschen Druck machen.

„Ein Haus mit Leben voll gefüllt”, sangen die Kinder nach den Segensworten von Diakon Dieter Gerhards. Vor allen bei ihnen bedankte sich dann Kindergartenleiterin Edith Engels in ihrem Schlusswort.

Es sei ein harter Weg gewesen mit Umzug, Vorbereitungen in der Weihnachtszeit und auf die Eröffnung. „Aber hinter all dem steht ein Team”, sagte sie. Die Elternschaft wünschte ihr mit einem großen Blumenstrauß alles Gute für die Zukunft.