Gangelt: Kinderfest der Selfkantbahn: Auch die Maus liebt alte Dampfrösser

Gangelt : Kinderfest der Selfkantbahn: Auch die Maus liebt alte Dampfrösser

Wer nach dem Highlight der 25. Auflage des Kinderfestes der Selfkantbahn fragt, der bekommt mit Sicherheit nur eine Antwort: „Die Maus“. Denn der berühmte orangefarbene Nager mit den braunen Ohren und dem freundlichen Gesicht aus der nach ihr benannten Fernsehsendung war am Sonntag zumindest für die jüngsten Besucher der Höhepunkt schlechthin.

Den ganzen Tag über war die Maus überall auf dem weitläufigen Gelände der Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr (IHS) zu finden: im Museum, draußen an den Gleisen und natürlich immer umlagert von ganzen Hundertschaften von Kindern und ihren Eltern. Für die junge Sarah war das natürlich ein ganz besonders anstrengender Tag als berühmteste Maus Deutschlands.

Die Maus aus der gleichnamigen Fernsehsendung war Gast beim Kinderfest der Selfkantbahn. Beim Mitfahren im Fahrerhaus der Dampfloks war richtig gute Laune angesagt (unten links). Viel zu bestaunen gab es aber auch im Museum (unten rechts).
Die Maus aus der gleichnamigen Fernsehsendung war Gast beim Kinderfest der Selfkantbahn. Beim Mitfahren im Fahrerhaus der Dampfloks war richtig gute Laune angesagt (unten links). Viel zu bestaunen gab es aber auch im Museum (unten rechts). Foto: Markus Bienwald

Denn mindestens ein Foto mit der Maus musste es sein, besser noch ein Video, dann aber auch bitte mit den weiteren Highlights des Kindertages. Dass die Maus und die anderen Programmpunkte so gut bei den Kindern ankamen, war übrigens Maike Würdig zu verdanken. Sie freute sich gemeinsam mit „Bahnchef“ Dr. Bernd Fasel über den hervorragenden Besuch. „Wenn Kinderfest ist, ist immer besonders viel los“, meinte Dr. Fasel, ehe er wie so oft an diesem Tag die vielen jungen Fragensteller um sich hatte.

Die Maus aus der gleichnamigen Fernsehsendung war Gast beim Kinderfest der Selfkantbahn. Beim Mitfahren im Fahrerhaus der Dampfloks war richtig gute Laune angesagt (unten links). Viel zu bestaunen gab es aber auch im Museum (unten rechts).
Die Maus aus der gleichnamigen Fernsehsendung war Gast beim Kinderfest der Selfkantbahn. Beim Mitfahren im Fahrerhaus der Dampfloks war richtig gute Laune angesagt (unten links). Viel zu bestaunen gab es aber auch im Museum (unten rechts). Foto: Markus Bienwald

Warum dampft es?

Warum es dampft, wurde da gefragt. Manche machten sich über den für moderne Nasen ungewöhnlichen Geruch der Dampfloks lustig, was erfahrene Bahner aber mit einem Lächeln abtaten. Denn für sie ist das eine Art von Parfüm, das süchtig machen kann. Und natürlich gab es neben den großen, dennoch auf schmaler Spur agierenden Loks, auch die kleineren Ausgaben. Und das nicht nur im riesigen Museum, wo zwischen Ausstellungs- und Restaurationsobjekten des rührigen Bahnvereins auch eine schicke Miniaturausgabe einer Bahn aus früheren Kinderzimmern zu bestaunen war.

Kinderschminken, Tombola, Hüpfburg, Basteln und natürlich ein schönes kulinarisches Angebot begeisterten Kinder, Eltern und auch Großeltern. Neben den Mitfahrten im Führerhaus gab es auch etwas zum Mitmachen. „Wer hat denn Erfahrung mit einer Draisine?“, fragte beispielsweise Markus Kaiser. Da blieben allerdings die meisten Arme unten, denn das bekannte, per Muskelkraft und zu zweit betriebene Schienenfahrzeug hatten wohl die wenigsten der vielen hundert Besucher an diesem herrlichen Tag bei der Selfkantbahn schon einmal bewegt.

Neben den ganzen Attraktionen standen natürlich auch noch die „echten“ Fahrzeuge der Selfkantbahn für einen wunderbar entschleunigenden Trip zwischen Schierwaldenrath und Gillrath bereit. Der Bahnhof in Gillrath darf übrigens wieder genutzt werden. Aber das war für Bernd Fasel und Maike Würdig eher zweitrangig. Denn die Organisatorin wurde mit einem Festakt offiziell aus dieser Tätigkeit entlassen.

So nahm Maike Würdig auf einem kleinen Thron auf dem offenen Wagen der Bahn Platz und durfte den Zauber des Kinderfestes genießen. Als ganz persönliches Highlight zum Schluss sozusagen, wobei sie für die Zukunft schon vorgesorgt hat. „Ich habe schon eine Nachfolgerin“, so Würdig, „aber es ist trotzdem ein schwerer Tag für mich.“ Das war sehr verständlich, denn die sympathische Frau, die im „echten Leben“ Erzieherin ist, hat schließlich schon 24 Mal das Kinderfest federführend organisiert.