Kreis Heinsberg: Kind im Bauch wird mitbehandelt

Kreis Heinsberg : Kind im Bauch wird mitbehandelt

Während einer Schwangerschaft finden im Körper der werdenden Mutter tiefgreifende Veränderungen statt. Nicht wenige Frauen klagen in dieser Zeit über Sodbrennen, Übelkeit oder Verstopfung.

Es handelt sich in der Regel über mehr oder weniger starke Beschwerden, die vielfach auch mit Medikamenten behandelt werden. Dabei sollten schwangere Frauen beachten: Das Kind im Bauch wird dadurch immer mitbehandelt. Deshalb raten die Apotheker im Kreis Heinsberg allen Schwangeren, sich vor jeder Medikamenteneinnahme bei ihrem Arzt oder Apotheker über mögliche Risiken und Nebenwirkungen zu informieren.

„Speziell im ersten Schwangerschaftsdrittel sollten Arzneien sehr zurückhaltend eingenommen werden”, empfiehlt Hans Kühle, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg. „Da sich in dieser Zeit die Organe des Babys bilden, ist besondere Vorsicht geboten.” Wie bei jeder Therapie gelte es, auch in der Schwangerschaft Nutzen und Risiken abzuwägen.

„Schwangere können nicht grundsätzlich auf Medikamente verzichten, denn auch unbehandelte Krankheiten können das Kind bleibend schädigen”, so Kühle. So bewahre bei einer schweren Infektion ein Antibiotikum die Schwangere und ihr Kind möglicherweise vor weiteren Folgen.

Aber nicht immer ist der Einsatz von Medikamenten überhaupt erforderlich und sollte daher gründlich überdacht werden. Kühle: „Eine Vielzahl von Beschwerden während der Schwangerschaft lassen sich mit pflanzlichen und homöopathischen Medikamenten behandeln.

Auch eine Veränderung der Dosierung, das heißt mehrere kleine anstatt einer hohen Dosis kann sinnvoll sein.” Generell solle aber vor jeder Einnahme eine fachkundige Beratung eingeholt werden, so der Rat des Apothekers.