Heinsberg: Kaum noch Fahnen für die Demo

Heinsberg : Kaum noch Fahnen für die Demo

„Abschalten! Abschalten!”, hallte es am Montagnachmittag erstmalig durch die Heinsberger Innenstadt. Gut zwei Dutzend Atomkraft-Gegner nahmen an einer von Hans-Joachim Kalok initiierten Anti-Atomkraft-Demonstration teil.

Der Familienvater aus Grebben hatte schon an überregionalen Anti-Atomkraft-Demonstrationen teilgenommen und fand, dass es nun auch Zeit wäre, in der Kreisstadt zu demonstrieren. Kalok: „Damit der atomare Wahnsinn endlich ein Ende findet.”

Gegen die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke und für einen sofortigen schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien gingen die Demonstranten auf die Straße. Am Rande bemerkte Kalok, dass zurzeit entsprechendes Demonstrations-Material wie Fahnen und Fähnchen kaum noch zu bekommen seien, die Nachfrage bei den Herstellern sei einfach zu groß.

Der Premiere der Anti-Atomkraft-Demonstration in Heinsberg sollen weitere Demos folgen. Auf jeden Fall noch bis Ostermontag, 25. April, möchte Kalok mit Gleichgesinnten auf dem Heinsberger Marktplatz jeden Montag um 17 Uhr demonstrieren, der folgende Dienstag, 26. April, ist der 25-Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe.

Nach einer kurzen Ansprache des Initiators Kalok, spazierten die Demonstranten, begleitet von Polizei und Mitarbeitern des Ordnungsamtes, durch die Innenstadt.

Zum Abschluss der Kundgebung hielten die Atomkraft-Gegner am Markt eine Mahnwache zum Gedenken an die Opfer von Fukushima ab. Kalok zitierte nach der Schweigeminute vor den Demonstranten aus seinem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem er die Kanzlerin dazu auffordert: „... haben Sie den Entscheidungswillen und den Mut, die unverantwortliche Laufzeitverlängerung unserer Atomkraftwerke unverzüglich zurück zu nehmen.”