Wegberg: Kaufentscheidung im Stadtrat vertagt

Wegberg : Kaufentscheidung im Stadtrat vertagt

Ob die Ramachers Mühle, die der Stadt Wegberg zum Kauf angeboten worden ist, nun gekauft und saniert wird, ist noch fraglich.

Denn eben diese Entscheidung wurde bei der letzten Ratssitzung auf Antrag der SPD vertagt.

Der Fraktionsvorsitzende Harald Kersten begründete den Antrag damit, dass die SPD-Fraktion noch Beratungsbedarf habe. Die Zeit sei einfach zu kurz gewesen.

Folglich wurde auch nicht darüber diskutiert, ob für die Ramachers Mühle ein Nutzungskonzept erstellt werden soll.

Da es im Rat der Stadt Wegberg üblich sei, einen Tagesordnungspunkt abzusetzen, wenn eine Fraktion noch Beratungsbedarf hat, so Bürgermeisterin Hedwig Klein, wurde dem Antrag stattgegeben.

Die Bezirksregierung Köln hatte der Stadt in Aussicht gestellt, den für die Sanierung des Begegnungszentrums Beecker Straße bewilligten Zuschuss in Höhe von 420000 Euro für die Sanierung der Ramachers Mühle umzuleiten, und die Stadt aufgefordert, einen „Antrag auf Förderung des Ankaufs der Mühle zu stellen.”

Diese Ratsentscheidung müsse bis Ende Oktober gefallen sein. Denn bis dann müsse auch der Antrag bei der Bezirksregierung gestellt sein, betonte Hedwig Klein.

Wegen der zwei Ferienwochen, ließ sich allerdings kein Termin mehr bis Ende Oktober finden. Daher einigte sich der Rat auf Dienstag, 4. November. Allerdings nur dann, wenn der Regierungspräsident bereit ist, die Antragsfrist um wenige Tage zu verschieben, so die Bürgermeisterin dazu.

Dies sollte wohl kein Problem sein, hat der Regierungspräsident doch zu verstehen gegeben, dass er es aus städtebaulicher Sicht sehr begrüßen würde,„wenn das teilweise denkmalgeschützte Gebäude in zentraler Lage erhalten und saniert würde”.

Bei der Sondersitzung zum Thema „Ramachers Mühle” dürfte dann wieder mit vielen Zuhörern gerechnet werden, die dieses Mal ohne die gewünschten Informationen nach Hause gehen mussten.