Kreis Heinsberg: Katholikenrat tagt: Von Chormusik über „Kümmerer” bis „Autofasten”

Kreis Heinsberg : Katholikenrat tagt: Von Chormusik über „Kümmerer” bis „Autofasten”

Auch wenn die Vollversammlung des Katholikenrates der Region Heinsberg im Pfarrheim Burg in Hückelhoven nur dazu angedacht war, sich auszutauschen, so gab es doch Anregungen zu Themen, mit denen man sich im laufenden Jahr auseinandersetzen könnte.

Christa Nickels schlug vor, sich schwerpunktmäßig mit der Chormusik und Kirchenmusik in kleinen Gemeinden zu beschäftigen, da es vielfach Nachwuchssorgen gibt. Zuvor hatte Herbert Knurr aus der Gemeinschaft der Gemeinden Hückelhoven berichtet, dass der Kirchenchor in Hilfarth nach 117 Jahren aufgelöst worden sei.

Die Altersproblematik für Chöre, aber auch für Vereine erkannte auch Vorsitzender Lutz Braunöhler. Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des regionalen Caritasverbandes, stimmte dem zu und sprach von einem „absoluten Generationswechsel”. Wichtig sei deshalb eine gute Kinder- und Jugendarbeit, die sich auch für den Eintritt zum Beispiel in Chöre einsetze.

Reiner Lövenich stellte in seiner Funktion als kirchlicher Jugendbeauftragter der Region den Kurskompass 2011 „KathJa - Katholische Jugendarbeit in den Regionen Mönchengladbach und Heinsberg” vor, mit Angeboten zur Qualifizierung für ehrenamtliche Jugendleiter. Zum Thema Jugend berichtete Carmen Krüger aus der Gemeinschaft der Gemeinden Erkelenz, dass dort ein Jugendausschuss gegründet worden sei, der Jugendmessen für Erkelenz und alle Filialgemeinden pro Quartal vorbereite und gestalte.

„Kümmerer-Netzwerk” als Kooperationsprojekt

Bärbel Windelen informierte darüber, dass für die Region Selfkant ein „Kümmerer-Netzwerk” als Kooperationsprojekt zwischen den Gemeinden und dem Caritasverband aufgebaut werden solle. Es gehe dabei um einen Generationen übergreifenden regionalen Austausch von ehrenamtlich Tätigen im Sinne einer regionalen Nachbarschaftshilfe. Eingesetzt werden „Kümmerer”, die Ansprechpartner für Menschen sind, die Hilfe brauchen, oder die ihre Fähigkeiten anbieten möchten.

Lutz Braunöhler wies auf die Aktion „Autofasten” vom 20. März bis 19. April hin, die bereits zum zweiten Mal im Bistum Aachen veranstaltet wird. Es gehe darum, das Auto möglichst oft stehen zu lassen und alternative Möglichkeiten der Mobilität auszuprobieren, um so einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Gleichzeitig erinnerte er an den Zug der Erinnerung, der am 23. und 24. März Station in Heinsberg und am 25. und 26. März Station in Geilenkirchen macht. „Die Termine für Schulklassen sind zwar bereits alle belegt”, erklärte er, „aber Einzelpersonen können den Zug der Erinnerung jederzeit besuchen.” Darüber hinaus bietet der Aufenthalt des Zuges am Samstag, 26. März, in Geilenkirchen insbesondere Eltern die Möglichkeit, die Ausstellung zusammen mit ihren Kindern zu besuchen.