Oberbruch: Katastrophe trifft auch Oberbrucher Möbelwerk

Oberbruch : Katastrophe trifft auch Oberbrucher Möbelwerk

Die wirtschaftlichen Folgen der Flutkatastrophe in Ostdeutschland sind - wie jetzt zu erfahren war - sogar bis in den Kreis Heinsberg nach Oberbruch „geschwappt”.

Die Möbelfabrik Eggerath an der Karl-Arnold-Straße hat die Produktion bereits vor mehr als einer Woche stilllegen müssen, da das im süd-brandenburgischen Mühlberg gelegene Zulieferwerk von den Elbfluten in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die Wiederaufnahme der Produktion in Oberbruch ist für den kommenden Montag vorgesehen. Den gesamten Produktionsausfall in beiden Werken - Oberbruch und Mühlberg - bezifferte Mitinhaber Georg Eggerath in einem Gespräch mit unserer Zeitung auf rund 3,5 Millionen Euro.

Im Oberbrucher Werk sind rund 250 Mitarbeiter beschäftigt, die während der jetzigen Phase des Stillstands Überstunden abbauen oder Urlaubstage nehmen, so dass keine Kurzarbeit angemeldet werden müsse, erläuterte der Firmenchef.

In Mühlberg sei die Arbeit inzwischen wieder angelaufen, folglich könne zeitversetzt auch in Oberbruch der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Auswirkungen auf die Oberbrucher Arbeitsplätze habe die mehr als einwöchige Unterbrechung in der Möbelproduktion nicht, so Georg Eggerath. Ebenso bestehe keine Gefährdung eingegangener Lieferverpflichtungen, da auf Lager produziert werde. Lediglich leichte Terminverschiebungen seien zu erwarten.

Ob und inwieweit das Unternehmen Eggerath mit staatlicher Hilfe für den hochwasserbedingten wirtschaftlichen Schaden rechnen kann, ist noch nicht einzuschätzen.