Karstadt macht nicht dicht

Karstadt macht nicht dicht

Hückelhoven (an-o) - Der Karstadt/Quelle-Konzern soll abspecken: 80 von 180 Karstadt-Warenhäusern drohe das Aus. Berichtetet die Deutsche Presse Agentur (dpa). Der Standort Hückelhoven ist nicht gefährdet. Versichert das Unternehmen den "Nachrichten".

"Zu den Gerüchten, wir würden in unserer strategischen Ausrichtung "2003 plus" beabsichtigen, kleinere Standort wie Karstadt Hückelhoven zu schließen, sagen wir ganz ausdrücklich: Nein. Im Gegenteil: Wir sind dabei, die kleineren Filialen weiter zu entwickeln." Klare Worte von Karstadt-Pressesprecher Elmar Kratz.

"Erlebniswelten"

Während die "großen" Karstadt-Warenhäusern mit einer Fläche von mehr als 8000 Quadratmetern künftig zu "Erlebniswelten" (Elmar Kratz) ausgestaltet werden sollen, ist für die kleinen und mittelgroßen Filialen eine, so Elmar Kratz, "standortad-äquate Ausrichtung" angedacht: "Wir werden dort Sortimente von Partnern oder auch in Form von Shop-in-Shop-Läden anbieten, die die Filialen bis hin zum lokalen Marktführer weiter entwickeln sollen." Der Hückelhovener Karstadt hat eine Verkaufsfläche von rund 3500 Quadratmetern.

Für Bernd Jacobs, stellvertretender Geschäftsführer bei Karstadt Hückelhoven, sind die kursierenden Schließungsgerüchte abgestandener Kaffee: "Vier Wochen nach der Eröffnung des Karstadt in Hückelhoven gabÄs schon die ersten Gerüchte, dass wir schließen würden. Wir sind immer noch da." Woran er erinnert, ist der 16. Mai 1974 - der Tag der Eröffnung des Warenhauses an der Parkhofstraße. "Wir machen unsere Zahlen und unseren Umsatz", sagt Jacobs. Mehr aber sage er nicht und verweist auf die Pressestelle des Gesamtkonzerns in Essen.

Die Karstadt-Warenhäuser haben im vergangenen Jahr im Bundesdurchschnitt acht Prozent Umsatz verloren. Die kleineren Filialen, also auch Hückelhoven, sollen dabei nicht unbedingt positiv zum Unternehmensergebnis beigetragen haben.