Wassenberg: Kapuzinerzeit lebt wieder auf in Wassenberg

Wassenberg : Kapuzinerzeit lebt wieder auf in Wassenberg

Das traditionsreiche Geschehen stand in Verbindung mit einem erlebnisreichen verkaufsoffenen Sonntag.

Schon bevor Vorsitzender Frank Sodermanns mit den Spitzen von Rat und Verwaltung und den Repräsentanten der Geschäftswelt den Eröffnungsrundgang startete, begaben sich alle auf die geschichtsträchtigen Spuren der Kapuziner: An der Stätte des früheren Kapuzinerklosters (vor der Kreissparkasse) segnete Propst i.R. Hugo Nießen die vom Heimatverein initiierte und vom Waldfeuchter Künstler Frans Couvée geschaffene Gedenktafel zur Erinnerung an die Kapuzinerzeit ein.

Heimatforscher, Schützen-Ehrenpräsident und Generalapotheker a.D. Hanns Heidemanns nannte markante Stationen der Zeiten, als Eroberungs- und Religionskriege sowie Raub und Plünderung zur Tagesordnung gehörten und für Not und Elend sorgten. Heidemanns erinnerte daran, dass vor 350 Jahren die ersten Kapuziner in Wassenberg eintrafen und mit ihrem segensreichen Wirken begannen. Daran soll die Gedenktafel erinnern und gerade in der heutigen Zeit Mut machen, anderen zu helfen und zu trösten. Heidemanns nutzte die Einsegnung zum Appell für mehr Gemeinschaftssinn und Solidarität.

Auch Bürgermeister Manfred Erdweg sowie der stellvertretende Bürgermeister Manfred Winkens und viele weitere Repräsentanten aus Politik und Geschäftswelt waren anwesend und ließen sich anschließend vom Gewerbevereinsvorsitzenden Frank Sodermanns zum Marktbummel einladen. Mehr als 100 Verkaufsstände sowie Handwerker-Demonstrationen und Musikanten belebten das Stadtbild.

Der Einladung zum entspannenden wie erlebnisreichen Vergnügen im historischen Zuberbad (in dem mit Milch und Honig verfeinertem Wasser) folgten zur Premiere die Gewerbevereinsvorstandsmitglieder: Frank Sodermanns, Alexander Knorren, Werner Pachel und Kurt Schmitz genossen das „Bad vor der Menge” und ließen sich von „Bademeisterin” Ulla Polet Füße und Rücken schrubben und vom „Badeknecht” Trauben und Gerstensaft servieren. Es war ein toller Spaß für alle, die badeten oder einfach nur zuschauten; ein Spaß, der zudem vom Zuberbad-Team sehr publikumswirksam angepriesen wurde.

Zu den weiteren Attraktionen gehörte die von den „Patres” Hanns Heidemanns, Frank Gansweidt und Michael Graab sowie vielen fleißigen Helferinnen und Helfern geführte urige „Kapuzinerklause” der St.-Georgius-Schützen. Traditionelle bedienten sie in Mönchskutten und servierten neben Gerstensaft und Wasser auch Gulaschsuppe sowie Käse- und Schinkenbrote.

In den Nachmittagsstunden wurde der Publikumsandrang immer größer, und alle freuten sich über das Marktgeschehen zur erfolgreichen 20.Auflage.