Kanäle im Sucher der Kamera

Kanäle im Sucher der Kamera

Erkelenz (an-o) - In der Sitzung des Bau- und Werksausschusses stellte Tiefbauamtsleiter Oliver Knaup jetzt die Ergebnisse des Generalentwässerungsplanes für Erkelenz vor. Die Mitglieder nahmen ihn zur Kenntnis.

Das Planwerk und die Berechnungen sind der Bezirksregierung Köln anzuzeigen. Die notwendigen Maßnahmen sind nach endgültiger Planerstellung den jeweiligen Bezirksausschüssen noch vorzustellen.

Im November 1997 wurde die Aufstellung des neuen Generalentwässerungsplanes (GEP) beschlossen und im Oktober des Folgejahres erhielten für die drei Einzugsgebiete Schwalm, Rur und Niers getrennt Ingenieurbüros dafür den Auftrag. Die Ergebnisse liegen nun vor.
Nach den Bestandsdaten verteilt sich die Gesamt-Kanalnetzlänge von 301,25 Kilometern auf etwa 182 Kilometer Mischwasserleitungen, 45,85 Schmutzwasser- und 38,65 Kilometer Regenwasserleitungen sowie 34,75 Kilometer Druckleitungen. 7200 Schachtbauwerke und 60 Abwasserbetriebsstellen (Pumpwerke, Regenüberlauf- und Rückhaltebecken) existieren.

Auch starker Regen fließt ab

Der Zustand der Kanäle wurde mit einer Kamera ermittelt und bewertet. Danach liegt Erkelenz bei den festgestellten Schadenslängen gut im Verhältnis zu anderen Kommunen nach Aussagen des Technischen Beigeordneten. Die notwendigen Sanierungen sind nun relativ sicher voraus zu planen. Das stark verzweigte Netz kann auch starke Regengüsse gut aufgenehmen und ableiten.
Unzumutbar hohe Wasseraustritte wurden am Gasberg in Lövenich, im Bereich des Bauxhofes am Schulring, am südlichen Abschnitt der Tenholter Straße, im Marienviertel und an der Unterführung Mühlenstraße ermittelt.

Diese Überflutungen können in den nächsten Jahren durch Bau von zusätzlichem Stauraum reduziert oder beseitigt werden. Das Oestricher Wohnviertel in Erkelenz, die Bergmannssiedlung in Gerderath und die Ortslage Katzem erscheinen nach dem vorgelegten Bericht Schwerpunkte von Sanierungsmaßnahmen zu sein.

Nach Aussagen des Tiefbauamtsleiters liefert der GEP die Grundlage für eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung und stärkt den seuchenhygienischen Schutz der Bevölkerung vor Fäkalkeimen.