Städteregion: Kampagne gegen Alkohol nicht nur vor den närrischen Tagen

Städteregion : Kampagne gegen Alkohol nicht nur vor den närrischen Tagen

Kunst gegen „Komasaufen“: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2018 zur Alkoholprävention in der Städteregion. Im neunten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken.

Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren von Ministerpräsident und Schirmherr Armin Laschet.

Alle Schulen in der Städteregion sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit 13 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt.

2016 kamen laut DAK bundesweit 22.309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen erneut gestiegen. Beim sogenannten „Komasaufen“ gab es in der Städteregion mit 108 Betroffenen einen Anstieg um 18,7 Prozent. „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen“, sagt Michael Engels von der DAK-Gesundheit in Aachen.

„Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, betont Yvonne Michel von der Suchthilfe Aachen. „Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.“

Bei dem Plakatwettbewerb gibt es Geld- und Sachpreise zu gewinnen. Schüler, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, können einen Instagram-Sonderpreis erhalten. Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann neben einem Geldpreis Eintrittskarten für die „re:publica 2019“ in Berlin gewinnen.

Einsendeschluss ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, den Bundesgewinner.

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