Erkelenz: Kabarett zwischen Witz und Wahnsinn

Erkelenz : Kabarett zwischen Witz und Wahnsinn

„Wo ist die Dame mit dem Hut?”, wurde gleich mehrfach zu Beginn des Frauenkabaretts in der Leonhardskapelle gefragt.

„Die gibt es nicht, heute Abend bin ich hier”, begann Monika Hintsches, die vielen noch vom vergangenen Frauenkabarettabend in guter Erinnerung geblieben war, eben als Dame mit Hut.

Doch an diesen Abend sollte alles anders werden. Sie sei eigentlich keine Kabarettistin, sondern Liedermacherin mit vielen problemorientierten Texten, erklärte Monika Hintsches dem verdutzten Publikum - und erklärte den Abend kurzerhand zu einer „Dieter Bohlen-freien Zone”.

Wer kennt sie nicht, die späten Abende mit guten Freunden bei einem Gläschen Wein, kam sie dann auf ihr aktuelles Programm „Nach(t)Gedanken” zu sprechen.

Denn wenn bereits alles schlafe, rede sie sich in Rage, diskutiere über Gott und die Welt, lästere, lache, philosophiere und suche eifrig nach dem Stein der Weisen.

Um all das, was ihr da in den Sinn gekommen ist, ging es in ihrer „poetisch-komischen” Reise durch die Nacht.

Nur mit ihrer Stimme und einer Gitarre ausgestattet, berichtete Monika Hintsches, Entertainerin, Liedermacherin und Kabarettistin, mal poetisch, mal böse und zynisch, mal verspielt mit hintergründigem Humor von Träumen zwischen Witz und Wahnsinn, Einsamkeit und Fantasie.

Wort- und stimmgewaltig kam sie wieder frech und mit kesser Schnauze daher und bezog das Publikum in ihr Programm mit ein. Da gabs so manche Lebensweisheit, wie etwa: „Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist, da müssen wir eh durch” - so ist halt das ganze Leben.

Ehe es sich das Publikum versah, befand es sich dank Monika Hintsches erneut mitten in einer geschwätzigen Berg- und Talfahrt. Viele Lacher und noch mehr Beifall waren ihr an diesem Abend wieder gewiss.