Baal: Julis fordern: Endlich Radweg an der Landstraße!

Baal : Julis fordern: Endlich Radweg an der Landstraße!

Die nächste Runde im unendlichen Kampf um einen Rad- und Fußweg entlang der Landstraße von Baal nach Lövenich läuteten die Jungen Liberalen des Kreisverbandes Heinsberg mit einer nicht zu übersehenden Aktion ein.

Mit roten, für diesen Hilferuf nach Sicherheit gespendeten Pflastersteinen bauten die Junge Liberale ein Stück Rad- und Fußweg. Ein Schild weist demonstrativ darauf hin: „Der Anfang ist gemacht”.

Dabei kam ihnen der Pächter der abgeernteten Feldparzelle, Walter Hanßen von Haus Bouslar, entgegen und erlaubte auf dem Flurstück die Demonstration zum Schutz von Fußgänger und Radfahrer.

Der Kreisvorsitzende Christian Peter und seine Stellvertreter Jahn Boeven und Dennis Nix waren sich einig, dass nach vielen Worten endlich Taten folgen sollten. Wie sie erklärten, verlange der Landschaftsverband für den Ausbau des Radweges von den Landwirten einen Streifen von elf Meter Breite.

Diese werde für die Verbreiterung der Straße benötigt sowie für die Drainage und den eigentlichen Radweg, der laut Vorschrift eine Breite von 2,45 Meter haben muss.

Die L 117, die eine Breite von 7,50 Meter haben solle, weise nur eine Breite von 5,50 Meter auf; kurz vor Lövenich wird die Straße sogar noch schmäler, erklärten die Julis.

Anlass für die intensiven Bemühungen um den Ausbau eines Radweges sind der Tod der 15-jährigen Fußgängerin Melanie im vergangenen Jahr und der Tod des siebenjährigen Thomas im Jahre 1989.

Deshalb fordern die Julis vom Land erneut, den Ausbau des Radweges umgehend vorzunehmen. Zwei Menschenleben in den letzten Jahren seien zwei zu viel.

Sollte der Ausbau nicht umgehend möglich sein, schlug Christian Peters vor, möge der Landschaftsverband eine Art Trampelpfad anlegen, damit Fußgänger und Radfahrer eine Ausweichmöglichkeit haben.

Die Julis wiesen zugleich auf den zunehmenden Verkehr hin. Sie befürchten desweiteren eine Zunahme des Schwerlastverkehrs, wenn der Fernsehverkaufssender QVC in Baal mit seiner täglichen Auslieferung von 120 000 Pakete beginnt.

Die geforderten und inzwischen aufgestellten Schilder mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer hätten kaum etwas bewirkt. Erst vor wenigen Tagen wurde mit 145 Stundenkilometer ein neuer „Rekord” aufgestellt, wie die Julis dem Polizeibericht entnommen hatten.

Im Kampf um den Ausbau des Rad- und Fußweges stehen die Julis des Kreisverbandes nicht allein. Der Lövenicher Bezirksausschuss fordert schon seit Jahrzehnten, aber auch vergebens, den Ausbau.

Er fordert auch seit Jahren, die L 117 von Baal bis zur L 19 bei Holzweiler für den Schwerlastverkehr zu sperren, weil in diesem Streckenbereich enge Ortsdurchfahrten in Lövenich und Katzem eine große Gefahr bedeuten.