Hückelhoven: Jugendliche werfen Fahrrad auf Oberleitung

Hückelhoven : Jugendliche werfen Fahrrad auf Oberleitung

Vier Jugendliche haben zwischen Baal und Ratheim ein Fahrrad von einer Brücke auf eine Oberleitung geworfen und sich so in Lebensgefahr gebracht.

Durch Zufall war diese Oberleitung nicht eingeschaltet und führte keine Spannung von 15.000 Volt. Anschließend haben die Jugendlichen sogar versucht, das Fahrrad wieder aus der Oberleitung zu entfernen.

Laut Polizeibericht haben sie dadurch nicht nur sich selbst in Lebensgefahr gebracht, auch andere Personen hätten verletzt werden können. Auch zivil- oder strafrechtliche Ansprüche können auf die Jugendlichen zukommen.

Erst im April wurde ein 13-Jähriger in einem ähnlichen Fall in Eschweiler-Hüchel schwer verletzt. Er kletterte einen Oberleitungsmast hinauf und kam der Oberleitung zu nah. Durch einen Spannungsüberschlag erlitt der Jugendliche schwerste Verbrennungen und überlebte nur mit viel Glück.

Der Bundespolizei versucht mit Präventionskampagnen unter dem Motto „Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze” dem Phänomen von Mutproben an Hochspannungsleitungen entgegen zu wirken. Durch die enormen Stromspannungen an den Oberleitungen können Stromüberschläge bis zu zwei Metern entstehen. Alleine in die Nähe der Oberleitungen zu kommen, bedeutet Lebensgefahr.

Informationen und Präventionsmaterialien über Gefahren an Bahnanlagen gibt es bei der Bundespolizei unter 02462-9925-104.