Kreis Heinsberg: Jugendfeuerwehr beweist Leistungsstärke

Kreis Heinsberg : Jugendfeuerwehr beweist Leistungsstärke

Die Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr führte rund 500 Jugendliche und ihre Betreuer aus den Kreisen Aachen, Düren, Euskirchen, Neuss, Mönchengladbach Viersen und natürlich Heinsberg ins Oberbrucher Stadion an der Parkstraße.

Gastgeber war die Jugendfeuerwehr Zug 2 und 3 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg mit den Löschgruppen Oberbruch, Porselen, Dremmen, Horst und Uetterath, die damit zugleich ihr 30-jähriges Bestehen feierte. „37 Gruppen sind gekommen, eine beeindruckende Teilnehmerzahl”, fand Heinsbergs Bürgermeister Josef Offergeld, der als Schirmherr die Gäste willkommen hieß.

„Ich bin sehr gespannt auf die Leistungen in den fünf Disziplinen, bei denen geschlossenes Auftreten, Schnelligkeit, Ausdauer, Körpergewandtheit, aber auch feuertechnisches Wissen und Können Voraussetzung für die Erreichung der Leistungsspange sind”, zeigte er sich bestens informiert über die Anforderungen. Er dankte allen, die bei der Vorbereitung und Organisation tätig wurden, insbesondere dem stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart, Unterbrandmeister Andreas Rothe von der Löschgruppe Porselen, und seiner Mannschaft.

Willkommen hieß er auch die Wertungsrichter aus dem ganzen Kreisgebiet sowie Bruno Dolsch und Hans-Jakob Lukas als Abnahmeberechtigte der Jugendfeuerwehr NRW. Ein Dank galt der Provinzial Rheinland Versicherung AG für eine großzügige Spende in Höhe von 5000 Euro. Auch Stadtbrandinspektor Hans Willi Jansen begrüßte die Gäste, bevor der Rasen für die Wettbewerbe freigegeben wurde.

Unter Beweis stellen mussten die Gruppen mit jeweils neun Jugendfeuerwehrmitgliedern im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, dass sie zum Beispiel das Auslegen und Aneinanderkuppeln von acht C-Schläuchen ohne Verdrehung in maximal 75 Sekunden beherrschen. Um Kraft und Fitness ging es beim Kugelstoßen und beim Staffellauf. Ein Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift sowie eine mündliche Prüfung zu Organisation, Ausrüstung, Geräten, Löschmitteln und Löschverfahren, aber auch zu Unfallverhütung, Gesellschafts- und Jugendpolitik waren Bestandteil des Leistungsnachweises. Außerdem gab es noch Punkte für den Gesamteindruck einer Gruppe. Zehn Punkte galt es zu sammeln, um die Leistungsspange zu erhalten.

Mehr als 430 Mitglieder

Eine umfangreiche Tagesordnung mit zahlreichen Berichten erwartete am zweiten Veranstaltungstag die Delegierten beim 24.Kreisjugendfeuerwehrtag in der Aula der Oberbrucher Realschule, wo Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Aretz erneut die Feuerwehrspitze und die Delegierten der Jugendfeuerwehr, die im Kreis Heinsberg mehr als 430 Mitglieder zählt, willkommen hieß, bevor er Bilanz zog.

„Die beeindruckende Zahl verdeutlicht, welch großes Potenzial an Nachwuchskräften zur Verfügung steht, um den Bestand der Freiwilligen Feuerwehr kreisweit zu sichern”, unterstrich auch der Schirmherr, Bürgermeister Josef Offergeld, im Grußwort die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Vom „Nachwuchspool für unsere Freiwilligen Feuerwehren” und von deren „großer Bedeutung für unser Gemeinwesen” sprach Kreisdirektor Peter Deckers.

Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurde Anna Welfens aus Heinsberg-Waldenrath als Jugendsprecherin der Jugendfeuerwehr Kreis Heinsberg im Vorstand bestätigt. Für besondere Verdienste erhielt Ilka Karduck von der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg die silberne Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Nordrhein-Westfalen, überreicht vom stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwart Werner Merzhäuser.

Dem Ernst folgte der Spaß, nämlich eine Jugendfeuerwehr-Olympiade im Stadion. Im sportlichen Wettstreit maßen sich die Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Heinsberg beim Skilaufen, Colakistenstapeln, Wassertransport, Hindernislauf und Minigolf. Mehr als 200 Jugendliche aus den Städten und Gemeinden des Kreises gaben sich dazu noch einmal mit ihren Betreuern ein Stelldichein in Oberbruch. Für die Siegerehrung war auch noch einmal der Schirmherr ins Stadion gekommen. Den vom Kreisbrandmeister gestifteten Wanderpokal errang zum dritten Mal die Jugendfeuerwehr Wegberg, die ihn damit nun endgültig behalten darf.