Wassenberg: „Job-Börse”: Kein Weg ist zu weit für die gute Idee

Wassenberg : „Job-Börse”: Kein Weg ist zu weit für die gute Idee

Mit ihrer zweitägigen „Job-Börse” in den einladend gestalteten Außenanlagen und in den Innenräumen des Jugendzentrums am „Judenbruch” ergriffen die Leitung und mehrere ehrenamtlich tätige Jugendliche eine bemerkenswerte Eigeninitiative zur Findung eines Ausbildungsplatzes.

Schon die Idee und die Vorarbeit waren beachtlich. Für die 18-jährige Fiona Mika, die seit August 2006 im Jugendzentrum als Studierende am Berufskolleg Viersen ihr Praktikum absolviert, war kein Weg zu weit, kein Telefonat zu kritisch, um für diese Idee der Selbsthilfe zu werben.

„Viel Vitamin B war schon nötig”, meint die blonde 18-Jährige, die zusammen mit Melanie Dohmen-Albrecht, der Leiterin des Jugendzentrums, und einigen schon in der Ausbildung stehenden Jugendlichen die Wege ebnete.

Aus Wassenberg selber kamen nicht allzu viele Job-Anbieter. Es zeigte sich auch jetzt wieder, dass ein größerer Radius angefahren werden musste, um zu einer geeigneten Lehrstelle zu kommen. Entsprechend kamen auch Firmen aus dem Viersener, Mönchengladbacher und Heinsberger Raum. Selbst die Polizei im Kreis Heinsberg machte mit bei Info und Gesprächen.

Auch die Bundeswehr schickte einen Vertreter, der gerne Informationen gab. Die Jugendhilfe bei der Justiz hatte ebenso Wissenswertes zu bieten. Die Bilanz sah so aus: Die meisten Schüler, die zur Job-Börse kamen, sind Schüler des 9. und 10. Jahrgangs der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg. Einige angeschriebene Schulen hatten erst gar nicht geantwortet.