Heinsberg: Jäger-Messe: Erbe des Heiligen Hubertus bewahren

Heinsberg : Jäger-Messe: Erbe des Heiligen Hubertus bewahren

Für ein volles Gotteshaus sorgte auch in diesem Jahr wieder die Hubertusmesse im Selfkantdom in Heinsberg.

Einige Sonnenstrahlen brachen sich im bunten Herbstlaub und dem festlichen Blumenarrangement, mit dem der Chorraum aus diesem Anlass geschmückt war, als die ersten Töne der Jagdhörner erklangen.

Aufstellung genommen hatten hier auch eine Falknerin und ein Falkner mit ihren Tieren. So sehr sich Propst Albert Honings über den guten Besuch auch freute, so mahnte er doch zugleich an, über das Besondere und Außergewöhnliche bei der Gestaltung des Gottesdienstes nicht zu vergessen, dass man in erster Linie zusammengekommen sei, um die heilige Messe zu feiern.

Wenn es nur darum gehe, dem Klang der Jagdhörner zu lauschen, mit denen die Mitglieder des Jagdhornbläserkorps Ratheim unter der Leitung von Werner Knur die Hubertusmesse musikalisch gestalteten, so besuche man eine reine Folkloreveranstaltung.

Mit der Feier der Hubertusmesse würdigten die Gläubigen jedoch den Mann, der für das Christentum in der Grenzregion von entscheidender Bedeutung gewesen sei, den Heiligen Hubertus.

Als Bischof von Lüttich, der vor rund 1200 Jahren lebte, brachte er den Menschen als Missionar den christlichen Glauben. Sein Erbe zu bewahren, sei eine Verpflichtung. Es gelte, den Strömungen entgegenzuwirken, dass Glauben und Kirche verloren gingen. Allein in den letzten 20 Jahren habe sich die Zahl der Kirchenbesucher in der Region halbiert.

„Wir alle sind gefordert, dies zu verhindern”, so Propst Honings. So sei es auch die Aufgabe der Jägerschaft, nicht nur Natur- und Tierwelt zu schützen, sondern sich auch für den Glauben einzusetzen.