Isenbruch: Isenbrucher Festzug wurde zur „Hitzeschlacht”

Isenbruch : Isenbrucher Festzug wurde zur „Hitzeschlacht”

Das Wetter meinte es zu gut mit den Isenbrucher St.-Martini-Schützen und dem Trommler- und Pfeiferkorps. Die beiden Vereine feierten ihr 25-jähriges Bestehen, und es war ein Fest, das man im Selfkant nicht so schnell vergessen wird.

Nach der tollen „T.S.D.-Nacht” von Samstag auf Sonntag standen am Sonntagmorgen zunächst zahlreiche Ehrungen auf dem Programm.

Dekanatsbundesmeister Heinrich Aretz aus Birgden war eigens in den westlichsten Ort Deutschlands gekommen, um die verdienten Schützenbrüder zu würdigen: „Die Isenbrucher Feuerwehr wurde arbeitslos und man gründete die Schützenbruderschaft”, erinnerte Heinrich Aretz an die Anfänge. Zum „Silbernen” überreichte er die Jubiläumsschleife und befestigte diese an der Schützenfahne, die Fahnenträger Josef Houben unter großem Beifall präsentierte.

Ausnahmezustand auf Isenbruchs Straßen

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der große Festzug am Nachmittag. Ab 13 Uhr war aus allen Winkeln des Ortes Spielmannsmusik zu hören, fast 20 Gastvereine waren angereist.

Die Freiwillige Feuerwehr hatte das Verkehrsproblem im Griff. Rund um Isenbruch war fast jeder Quadratmeter zugeparkt. Viele Selfkänter hatten wohl geahnt, was los sein würde und kamen per Fahrrad - es waren Tausende, die sich auf Isenbruchs Straßen tummelten.

Am Straßenrand hatten die meisten Einheimischen es sich bequem gemacht. Sonnenschirm und Gartenstühle raus, so feierten viele den ganzen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen vor den Häusern.

Die Highlights reihten sich aneinander. Da war zunächst das Abholen der Majestäten mit einem strahlenden König Christoph Eißen sowie einer zauberhaften Königin Katharina Warnke. Als sich der Festzug - angeführt vom Jubiläumskorps aus Isenbruch - in Bewegung setzte, staunten viele.

Nur einige Spielmannszüge und Schützenbruderschaften hatten ihre Uniformen im Schrank gelassen und luftige Sommerkleidung angelegt. Bei vielen Schützenbrüdern und Spielmannsleuten lief der Schweiß nur so in Strömen, doch alle hielten bis zum Schluss durch. Die Isenbrucher zeigten sich mehr als gastfreundlich, reichten kühle Getränke an die Festzugteilnehmer.

Die Parade vor dem Festzelt war ein weiteres Ereignis. Immer wieder brandete der Applaus der vielen Gäste auf, als die Spielmannszüge, Musikvereine und Schützenbruderschaften an den Majestäten vorbei zogen.

Raus aus der Sonne, rein in den Schatten

Nach dem letzten Parade-Schritt war dann „Schluss mit lustig”, die Festzugteilnehmer suchten schnellstens einen Schattenplatz und kühle Getränke.

Mehr als nur eine Bereicherung waren die Gäste aus den Niederlanden. Die Schütterijn und Spielmannszüge aus Nieuwstadt, Sittard, Koningsbosch und Susteren begeisterten mit teilweise herrlichen Folkloretrachten, wobei das Fluit- und Tambourcorps aus Montfort erneut ein Hingucker der Sonderklasse war und die Zuschauer zu Beifallstürmen hinriss.

Nach dem Festzug ging es Schlag auf Schlag weiter im bunten Programm des Doppel-Jubiläums. Beim Wertungsspiel der Spielmannsleute gab es trotz der Hitze exzellente Darbietungen.