Erkelenz: Irritation bei Bistum über Christa Nickels

Erkelenz : Irritation bei Bistum über Christa Nickels

Mit großem Unverständnis nahm das Bistum Aachen die Mitteilung der Grünen Bundestagsabgeordneten Christa Nickels zur Kenntnis, die am Montag mitteilen ließ, Bischof Mussinghoff würde sich darum bemühen, im Erkelenzer Osten einen Nachfolger für Pfarrer Lühring zu finden.

Die Aussage von Nickels, Bischof Mussinghoff habe einen Nachfolger gefunden, könne aber noch keinen Namen nennen, ist nach Ansicht des Bistums längst überholt.

„Wir haben mit Pfarrer Semrau einen Pfarradministrator, der mit Unterstützung eines Pastoralteams die Pfarrgemeinden im Erkelenzer Osten betreut”, erklärte die Pressestelle des Bistums am Dienstag auf Nachfrage der Erkelenzer Volkszeitung.

Die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte im Bereich des vom Tagebau Garzweiler II bedrohten Gebiet seien bereits seit dem 28. Mai über die Nachfolgeregelung informiert. „Daran hat sich nichts geändert und daran wird sich auch nichts ändern.” Pfarrer Semrau sei der Seelsorger der Pfarrgemeinden und werde es noch bleiben.

Die bei vielen Pfarrangehörigen nach der Mitteilung von Nickels aufkommende Befürchtung, es würde ein anderer Pfarrer an die Stelle von Pfarrer Semrau ein, sei unbegründet.

Warum Nickels zum jetzigen Zeitpunkt mit einer Information aufwarte, die seit Ende Mai überholt sei, ist dem Bistum unerklärlich.

Die Pressestelle des Bistum vermutet wahltaktische Gründe der Grünen Abgeordneten vor dem Urnengang am 22. September.

Maria Meurer, Referentin von Nickels, erklärte auf EVZ-Anfrage, der von Nickels zitierte Brief des Bischofs sei vom 6. Juli datiert. Nach ihrem Urlaub habe die Bundestagsabgeordnete im August aufgrund dieses Briefes aus Aachen ihre Mitteilung gemacht.