Interessante Formengefüge beim Kunstverein

Interessante Formengefüge beim Kunstverein

Kreis Heinsberg. Mit Radierungen, Collagen und Objekten macht die in Düsseldorf und Frankreich lebende Künstlerin Annette Wimmershoff bei der Ausstellung „Unter anderem Z.m.A” beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch (Horster Hof) auf sich aufmerksam, die im Rahmen der Kunsttour eröffnet wurde.

Kernpunkt ihrer Arbeiten aus Karton, Pappe und Papier, die durch Wasser form- und biegbar gemacht werden, sind immer wieder konkrete, tastbare Objekte aus der Alltagswelt, deren Formen allerdings vom ursprünglichen Bedeutungsgehalt abgelöst werden.

„Der Gegenstand muss nun einige Kriterien erfüllen, damit er das Interesse der Künstlerin Annette Wimmershoff weckt: Er muss klein sein, und er muss ein durch seine Funktion und Mechanik bedingtes interessantes Formengebilde haben”, beschrieb Kunsthistorikerin Regina van den Berg die Arbeitsweise der Künstlerin.

Weiterhin fuhr sie in ihrer Einführungsrede fort: „Klein sein bedeutet handlich sein. Dieses handlich ist wörtlich zu nehmen. Denn der Alltagsgegenstand muss und er wird auch immer wieder von Annette Wimmershoff in die Hand genommen, gedreht, geklappt, geschraubt, geschlossen, geöffnet, seine einzelnen Glieder werden bewegt”.

So auch bei den aktuellen Arbeiten für den Heinsberger Kunstverein, denen ebenfalls ein Nutzgerät, eine Art Zange mit Anhang (daher auch der Titel Z.m.A.), zugrunde liegt.

Abgeleitet werden die Arbeiten der Annette Wimmershoff jeweils von nur einer Gerätschaft, die zunächst aus sämtlichen Blickwinkeln betrachtet wird.

„In unzähligen Bleistiftstudien werden diese Eindrücke schließlich festgehalten, und so besitzt jeder Gegenstand sein eigenes kleines Skizzenbuch. Die Künstlerin besitzt eine große Sammlung dieser Bücher, denn schließlich bilden die Bleistiftskizzen das Herzstück ihrer Arbeiten”, so die Ausstellungsorganisatorin Regina van den Berg.

Ein weiteres Charakteristika der Arbeiten sind die Farben Blau, Schwarz und Beige, die in der Ausstellung „Unter anderem Z.m.A.” lediglich mit einem erdigen Rot in verschiedenen Abstufungen gepaart werden. Teilweise entstehen die Bemalungen schon beim Kleben der Schichten und verlieren dabei teilweise ihre Leuchtkraft.

Noch bis 21. Mai können Interessierte zu den Öffnungszeiten des Kunstvereins (sonntags von 11 bis 17 Uhr und freitags von 15 bis 18 Uhr) die Werke bewundern, die sich als reine Formengefüge an den Wänden ausbreiten.