Hückelhoven: Integration schon im Kindergarten beginnen

Hückelhoven : Integration schon im Kindergarten beginnen

„Verschiedene Herkunft - Gemeinsame Zukunft!?” Diese Frage wurde beim Internationalen Frauentag in der Hückelhovener Mehrzweckhalle diskutiert.

Frauen aus der gesamten Region trafen sich, um zu diskutieren und zu feiern. Im Mittelpunkt standen die Bedingungen der Integration ausländischer Frauen im Kreis. Schirmherr war Armin Laschet, NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration.

In seinem Grußwort, das die Hückelhovener Gleichstellungsbeauftragte Petra Hudler verlas, betonte Laschet, dass die Gleichberechtigung, wie sie im Grundgesetz festgelegt ist, ein Prüfstein für die gesellschaftliche Integration sei.

Bürgermeister Bernd Jansen forderte die Anwesenden auf, von den Kindern zu lernen und unvoreingenommen auf den vermeindlich Fremden zuzugehen. Die Veranstaltung wertete er als gute Gelegenheit, das Gespräch zu suchen.

Überall in der Halle stellten sich frauenpolitisch aktive Vereine und Organisationen vor, darunter auch ausländische Arbeiter- und Familienvereine und die Selbsthilfegruppe „Rosa Schleife”, in der sich Brustkrebspatientinnen engagieren.

Kernpunkt der Veranstaltung war die viel beachtete Diskussion zum Thema „Frauen im Kreis Heinsberg”, an der neben Fachleuten aus der Praxis auch Vertreter der Politik teilnahmen. Ruth Gehrmann von der Integrationsagentur des Kreises betonte, dass neben der Integration auch die Alphabetisierung der Migrantinnen forciert werden müsse.

Es sei festzustellen, dass viele der Frauen neben der deutschen auch ihre Muttersprache nicht richtig beherrschten und so ins Abseits gedrängt würden. Dies konnte auch Birgit Kirchner vom Familienzentrum „Traumland” bestätigen. Sie berichtete von „Rucksackprojekten”, bei denen die Kinder mit ihren Müttern in der deutschen und in ihrer Erstsprache geschult würden.

„Die Beherrschung der Muttersprache fördert das Erlernen einer Zweitsprache”, betonte sie. Unterstützung fand sie dabei von der Vorsitzenden des Griechischen Frauenvereins, Athina Roubert. Sie vertrat die Auffassung, dass Integration schon in den Kindergärten beginnen müsse.