Hückelhoven: Integration ist in Hückelhoven gemeinsame Aufgabe

Hückelhoven : Integration ist in Hückelhoven gemeinsame Aufgabe

Bürgermeister Bernd Jansen brachte es wieder treffend auf den Punkt. „Es hat wieder sehr gut geschmeckt”, erklärte er, nachdem alle Gänge des Iftar-Essens serviert waren. „Was gibt es Schöneres, als bei Freunden zum Essen eingeladen zu werden.”

Zum traditionellen Fastenbrechen hatte der Verband der Islamischen Kulturzentren (VKIZ) in das islamische Gemeindezentrum an der Ludovicistraße eingeladen. Denn vom 21. August bis zum 19.September war wieder Ramadan. In dem Fastenmonat essen die Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts.

Ramadan sei eine Zeit der Besinnung und intensiven Auseinandersetzung mit Gott und seiner Schöpfung, wie Mehmet Yilmaz vom VKIZ den deutschen Gästen bei der Besichtigung des Gemeindezentrums erklärte. Und bereits zum 14. Mal lud die Gemeinde Nachbarn, Freunde und Vertreter der Kirchen, Politik und Institutionen ein, um gemeinsam zu feiern und gut zu essen. Und wie in den Vorjahren waren die Gäste in Scharen gekommen, was sicher auch an der zu erwartenden guten Küche lag.

Allerdings war auch das Interesse am Gemeindeleben sehr groß, wie sich bei der Führung durch die Räume des Gemeindezentrums schnell zeigte. Die Gastgeber standen gerne Rede und Antwort und erklärten ihren Gästen, was in dem Zentrum neben dem Jugendamt alles passiert.

Und das ist eine ganze Menge, wie auch der stellvertretende Vorsitzende Ersan Citak in seiner Ansprache betonte. Er hob hervor, dass Integration in Hückelhoven eine gemeinsame Aufgabe sei. Als Beispiele nannte er die Zusammenarbeit mit der Diakonie und das große Angebot an Seminaren und Kursen, die die Integration fördern. Geplant sei auch die Gründung eines Fördervereins, der sich gezielt für die Jugend einsetzen will.

In den Ferien bietet die Gemeinde ein vielseitiges Programm an, das den Jugendlichen „ihr Deutschland” näher bringen soll. So wurden schon der Landtag und verschiedene Behörden besucht. Eine Einladung der SPD Landtagsabgeordneten Ulla Meurer, sie im Landtag zu besuchen, hatten die Jugendlichen schon vor einer Weile angenommen. Im Oktober werden sie Meurer in Düsseldorf besuchen.

Auch eine Fahrt zum Haus der Geschichte nach Bonn ist geplant. Die Betreuung der muslimischen Gefangenen in der JVA Heinsberg soll auch wieder aufgenommen werden. Radikalen Parteien und intoleranten religiösen Ansichten erteilte er eine klare Abfuhr. Dafür sei in Hückelhoven kein Platz. Hückelhoven und der Kreis Heinsberg seien zur Heimat geworden, was vor allem daran liege, dass „wir hier willkommen sind”. Bürgermeister Jansen und allen neuen Ratsmitgliedern gratulierte er zur Wahl und gab seiner Hoffnung auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit Ausdruck.

Im kommenden Jahr soll das Fest „Four Days - Auf dem weg zur Gemeinsamkeit” rund um Pfingsten wiederholt werden. In diesem Jahr fand das erste Fest erfolgreich statt.

Die Gäste, darunter der evangelische Pastor Frank Mischnick, geizten auch nicht mit Dankesworten. Mischnick, der in diesem Jahr von der islamischen Gemeinde für seine integrationsfördernde Arbeit ausgezeichnet worden war, sprach im Anschluss auch ein Dankgebet.