Hilfarth: Instrumentalverein Hilfarth begeistert Publikum

Hilfarth : Instrumentalverein Hilfarth begeistert Publikum

Ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm hatte der Instrumentalverein Hilfarth anlässlich seines Konzertes zum 90-jährigen Bestehen zusammengestellt.

Begrüßt wurden die Gäste vom Präsidenten Hermann-Josef Knur. Trotz der wechselvollen Geschichte des Vereins mit Erfolgen, aber auch mit Rückschlägen, sei die Treue zur Musik beibehalten worden.

Ein solcher Verein sei ein wenig Kulturgeschichte des Ortes, dessen Leben so lange musikalisch begleitet wurde, hob Knur hervor. Im September habe bereits ein Jubiläumsfest stattgefunden, bei dem die aktiven und passiven Mitglieder sowie die Karnevalisten gemeinsam feierten. Den Konzertbesuchern wünschte er einen schönen und genussvollen Abend.

Programm so vielfältig wie angekündigt

Das Motto war „Lieder, die um die Welt gingen”, und so vielfältig wie angekündigt war das Programm auch. Mitwirkende waren das Jugendorchester und das Orchester, beide unter der Leitung des Dirigenten Jan Vleugels. Zur Information des Publikums gab es zwischen den Stücken eine ausführliche Moderation über Komponisten, Botschaft und Inhalt der Lieder.

Zunächst präsentierte sich das Jugendorchester. Durch das Programm führten Sonja Vieten und Sandra Schaaf. Als Einstieg gab es „Rock About” von Fred Gines. Im Anschluss wurde „You´ll be in my heart” von Phil Collins mit viel Gefühl vorgetragen. Märchenhaft weiter ging es mit „When you believe” aus dem Zeichentrickfilm „Der Prinz von Ägypten” des amerikanischen Komponisten Stephen Schwartz.

Das vom Niederländer Willy Hautvast für Blasorchester arrangierte” One day I´ll fly away” gehörte ebenso zum Programm und handelte von Träumen, Ängsten und Vorstellungen der Menschen. Weiterhin erklang das Stück „Fort Walton Adventure” von Stephan Bulla. Das Jugendorchester ließ gekonnt eine geheimnisvolle und mysteriöse Atmosphäre entstehen. Mit „Das Phantom der Oper” wurden die Zuhörer in das Paris des Jahres 1881 entführt.

Nach verdient begeistertem Beifall kam das Orchester auf die Bühne. Hier führte Britta Hansen durch das Programm. Als erstes Stück gab das Orchester das für die olympischen Spiele 1996 in Atlanta geschriebene „Olympic Fanfare” zum Besten.

Von einer monumentalen Villa in Australien im späten 19. Jahrhundert handelte „Ross Roy”, komponiert von Jakob de Haan. Zum weiteren Programm gehörte „Morricones Melody” von Ennio Morricone aus dem Film „The Mission”. Für Begeisterung sorgte vor allem das Oboen

solo von Birgit Schmitz. Weitere Stücke waren „My fair lady”, Carl Teikes Marsch „Graf Zeppelin” und die Polka „Twinkling Flutes” von Richard Comello. Außerdem erklangen „The curse of Tutankhamun”, welches vom verfluchten Grab des Königs handelte, der Blues „Trombone Dreams” von Walter Schneider-Argenbühl für Posaune und Orchester, wobei Rolf Esser ein überzeugendes Solo vortrug, sowie das durch Andrea Boccelli bekannte „Time to say Goodby”.

Nach frenetischem Applaus wurden Ehrungen vorgenommen. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Willibert Schmitz und Fred Hülkenberg vom stellvertretenden Geschäftsführer des Volksmusikerbundes Kreisverband Heinsberg, Heinz-Leo Steins, ausgezeichnet.

Für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten Hans-Arnd Sieberichs, Heinz Zich und Bernhard Berlin die Goldene Nadel des Bundes, Knur ehrte außerdem Britta Hansen, Karin Reiners und Markus Knur für ihre fünfjährige Mitgliedschaft im Instrumentalverein. Jakob Henßen wurde noch zum Ehrenmitglied ernannt.