Kreis Heinsberg: „Inklusion von Anfang an“ lautet diesmal das Motto des Protesttags

Kreis Heinsberg : „Inklusion von Anfang an“ lautet diesmal das Motto des Protesttags

Bereits in fünf Städten und Gemeinden im Kreis Heinsberg setzen sich Lokale Teilhabekreise dafür ein, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am Leben in der Gesellschaft teilhaben können.

In regelmäßigen Abständen finden die Treffen in barrierefreien Räumlichkeiten statt. Teilnehmer sind Menschen mit und ohne Behinderungen, Vertreter der Städte und Gemeinden, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Vereine vor Ort und in vielen Städten auch die Behindertenbeauftragten. Unmittelbar Betroffene können im Lokalen Teilhabekreis ihre Bedürfnisse vorbringen.

In den letzten Jahren hat jede Stadt ihre ganz persönlichen Themen bearbeitet. Aber es gab auch kreisweite Aktionen. Die Fragebogenaktion „Wir sind dabei“ zum Beispiel überprüfte die Barrierefreiheit in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes. Zusammen mit jungen Menschen aus verschiedenen Gruppen (Schulklassen, Firmlinge oder Mitglieder einer Kirchengemeinde) machten sich die Teilnehmer vor zwei Jahren auf den Weg, um die Befragung durchzuführen.

Schon damals war es den Moderatoren der Lokalen Teilhabekreise ein Anliegen, gemeinsam mit jungen Menschen aktiv zu werden, denn: „Wenn früh gelernt wird, inklusiv zu denken und zu leben, nur dann ist ein selbstverständlicher Umgang miteinander und die gleichberechtigte Teilhabe an allem für alle möglich.“

Genau dieses Thema macht die Aktion Mensch in diesem Jahr zu ihrem Motto bei den bundesweiten Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai: „Inklusion von Anfang an!“ Damit sollen Kinder, Jugendliche und Eltern, aber auch Menschen, die in Schulen oder in der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten, angesprochen werden.

In Hückelhoven steht am 4.Mai eine Aktion an: In der Zeit von 9 bis 12 Uhr werden Teilnehmer des Lokalen Teilhabekreis sowie Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem Wildauer Platz mt einem Aktionsstand vertreten sein. Sie wollen mit Menschen ins Gespräch kommen. Plakate, Postkarten, Kugelschreiber, Buttons, Luftballons, Aktion-Mensch-Lose und Informationsmaterial zum Thema Inklusion liegen bereit.

Auch in Geilenkirchen haben die Teilnehmer des Lokalen Teilhabekreis ersten Kontakt mit Jugendlichen vom evangelischen Jugendzentrum Zille aufgenommen. Ein gemeinsamer Nachmittag soll am 5. Mai im Jugendzentrum stattfinden. Zusammen werden sie Pizza zubereiten, Kicker und Billard spielen und sich näher kennenlernen. Als weitere gemeinsame Aktionen in diesem Jahr sind eine Stadtrallye (mit Blick auf die Barrierefreiheit) und ein Kinoabend geplant. Mit Popcorn in der Hand werden sich die Teilnehmer den Film „Schule. Schule. Die Zeit nach Berg Fidel“ anschauen.

Infos zu den Teilhabekreisen

Wer sich angesprochen fühlt und sich gemeinsam mit anderen für die Inklusion in der eigenen Stadt einsetzen möchte, ist eingeladen, an Teilhabekreis-Treffen teilzunehmen. Infos gibt es bei Martina Alba, Ansprechpartnerin für die Lokalen Teilhabekreise, unter Telefon 0157/54726842 oder per E-Mail an m.alba@caritas-hs.de.