Wegberg: Initiativpreis: Auch Behinderte machen sich um Stadt verdient

Wegberg : Initiativpreis: Auch Behinderte machen sich um Stadt verdient

Alle drei Jahre wird der Initiativpreis der Stadt Wegberg an Institutionen oder Persönlichkeiten verliehen, die sich durch herausragende Ideen oder mit besonderen Initiativen, Konzeptionen und Aktionen um die Stadt Wegberg verdient gemacht haben.

Bürgermeisterin Hedwig Klein verlieh im festlich geschmückten Sitzungssaal des Rathauses den Initiativpreis 2007 zunächst in der Kategorie „Wirtschaft” an die Firma Gebr. Bertrams aus Rath-Anhoven. In der Laudatio hieß es, die Firma Bertrams sei von den Brüdern Ernst und Paul vor über 50 Jahren gegründet worden und werde heute von Wilfried Bertrams erfolgreich geleitet.

Das Unternehmen beschäftige 42 Mitarbeiter, jährlich würden 45 Millionen Glasflaschen in vielen Ländern der Welt auf den Markt gebracht. Mehrere Prüfungsverfahren habe die Firma erfolgreich abgeschlossen und sei mehrfach besonders ausgezeichnet worden. Firmenchef Wilfried Bertrams bedankte sich für den Preis mit den Worten: „Das Vermögen einer Firma ist das, was die Mitarbeiter vermögen”.

Mit dem Preis in der Kategorie „Wohnen und Leben” wurde anschließend die Stiftung Hephata ausgezeichnet. Die Stiftung hatte im Neubaugebiet Heidekamp einen Flachdachbau errichtet, in dem 17 Menschen leben und therapiert werden. „Wir wollen mit der Preisverleihung ein Zeichen setzen”, so die Bürgermeisterin, „dass Behinderte Mitbürger sind, die wir im Stadtbild nicht missen wollen.”

Die Stadt strebe mit allen Trägern der Behindertenarbeit ein enges und vertrauensvolles Verhältnis an. Hierfür und für den Preis bedankte sich für die Stiftung Wolfgang Wittland mit den Worten: „Es ist ein gutes Gefühl, in einer Stadt zu leben, wo Menschen mit Behinderung eine Ehrung erfahren”.

Den Preis für „Kunst und Kultur” wurde der Gruppe „Quod libet” verliehen. Bürgermeisterin Hedwig Klein gestand den Musikern zu, ihre virtuose Musik rufe immer wieder Begeisterung hervor. Außerdem sei die Gruppe immer wieder aufgetreten, wenn es um wohltätige, kirchliche oder soziale Belange gegangen sei.

Sie dankte der Gruppe um Katrin und Johannes Jentgens für ihre Musik, aber auch dafür, dass sie die Botschaft, dass Menschen Menschen helfen können und sollten, immer wieder von Wegberg aus in die Region und darüber hinaus getragen hätten. Die Gruppe „Quod Libet” bedankte sich mit einem Musikvortrag. Weitere Musikbeiträge hatte Thomas Mühlenbroich im Verlauf der Feier beigesteuert.