Kreis Düren: Ingo Wolf: „Gemeinsam gegen Extremismus stellen”

Kreis Düren : Ingo Wolf: „Gemeinsam gegen Extremismus stellen”

„Wir wollen mit den Kommunen gemeinsam Wege finden, dem Rechtsextremismus konsequent zu begegnen”, begrüßte NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf die Zuhörer auf der Fachtagung „Für Demokratie - gegen Extremismus”, die der Kreis Düren und das nordrhein-westfälische Innenministerium diese Woche in Düren ausgerichtet hatten.

Rechtsextreme Parteien wie die NPD, bilanzierte Wolf, betrachteten die Kommunalparlamente als Sprungbrett für die Landtagswahl im kommenden Jahr. „Dies müssen wir Demokraten gemeinsam verhindern”, appellierte der Minister an die Zuhörer im Pädagogischen Zentrum des Berufskollegs Kaufmännische Schulen.

Landrat Wolfgang Spelthahn betonte: „Die Kooperation und Vernetzung von Staat, Kommunen und Gesellschaft ist eine wichtige Voraussetzung für Demokratie und gegen Extremismus.” Ziel der Veranstaltung „Für Demokratie” ist es, modellhafte und landesweit einsetzbare Projektideen gegen Extremismus zu entwickeln.

Zur Tagung eingeladen waren Fachleute aus der Jugend- und Erwachsenenbildung, dem sozialen und kulturellen Bereich, aus Wirtschaft und Politik. Um wirksame Handlungsmöglichkeiten erarbeiten zu können, wurde zunächst aufgezeigt, in welchen Formen Rechtsextremismus auftritt, wie Rechtsextremisten miteinander kooperieren und wo ihre Aktionsschwerpunkte liegen.

In den anschließenden Workshops wurden verschiedene Handlungsfelder thematisiert. Unter anderem „Gemeinsam gegen Extremismus - Netzwerke stärken”, „Erinnern und Gedenken an den Nationalsozialismus vor Ort” sowie „Demokratie fängt bei uns an - Kommunalpolitik und Extremismus”.

Ingo Wolf lobte das Engagement der kreisdürener Bürger, die dem Rechtsextremismus mit vielfältigen Aktivitäten entschieden entgegentreten. „Es ist wichtig, dass alle Demokraten sich gemeinsam gegen Extremismus stellen und damit deutlich machen: Rechtsextremismus darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben”, betonte der Innenminister.

Bei den Kommunalwahlen konnten weder NPD noch „pro NRW” große Stimmanteile auf sich vereinen, erreichten aber den Einzug in einige Kreistage und Stadträte. „Dieser Entwicklung müssen wir entgegentreten und die Aufklärung in den und für die Kommunen verstärken”, sagte Wolf. Wolfgang Spelthahn verwies auf die erfolgreiche Arbeit des „Bündnisses gegen Rechts”, dem sich viele Bürger und Organisationen aus dem Kreis Düren angeschlossen haben.