Golkrath: In der Nacht stundenlanger Kampf gegen Flammen

Golkrath : In der Nacht stundenlanger Kampf gegen Flammen

Ein Großbrand sorgte in der Nacht zum Freitag für große Aufregung in Golkrath. Auf einem Reiterhof mitten im Ort war ein Feuer ausgebrochen, schnell tobten die Flammen lichterloh.

Erst nach einem stundenlangen Einsatz war der Brand unter Kontrolle. Bei dem Unglück wurde eine Frau leicht verletzt, die Pferde überstanden das Feuer unbeschadet. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Die Höhe des Schadens konnte am Freitag noch nicht beziffert werden.

Gegen 22.28 Uhr wurde die Golkrather Feuerwehr von den Eigentümern des Reiterhofs alarmiert. Noch gegen 21.30 Uhr hatten sie bei einem Rundgang durch den Pferdestall nichts Auffälliges bemerkt. Eine knappe Stunde später loderten die Flammen aus den Strohballen, die sich oberhalb der Stallungen in der Scheune befanden.

Der Löschzug II der Freiwilligen Feuerwehr Erkelenz mit den Löschgruppen Golkrath, Gerderath, Gerderhahn, Schwanenberg und Houverath rückte unverzüglich aus und alarmierte beim Eintreffen am Brandort sofort den Löschzug I aus Erkelenz-Mitte mit den Löschgruppen Kückhoven und Venrath nach.

Stadtbrandinspektor Klaus Peters aus Erkelenz forderte bei seinem Eintreffen auch noch den Löschzug IV mit den Gruppen aus Lövenich, Katzem und Hetzerath an. Gemeinsam mit seinem Kollegen, Stadtbrandinspektor Fred Höpgens übernahm er die Einsatzleitung. „Der hintere Teil der Scheune brannte in voller Ausdehnung”, so schilderte Peters die Schadenslage beim Eintreffen der Wehr bei einer provisorischen Pressekonferenz um Mitternacht.

Während die Pferde geborgen wurden, wobei eine Frau leicht verletzt wurde, griffen die Wehrleute von drei Seiten die Feuersbrunst an. „16 Trupps unter Atemschutz waren daran beteiligt, davon sieben Trupps im Innenangriff”, berichtete Peters.

In drei Abschnitte teilte die Einsatzleitung die Wehrkräfte ein: Zwei Abschnitte beschäftigten sich mit der direkten Bekämpfung über die Straße In Terreicken und über den Wiesengrund, der dritte Abschnitt sorgte für die Wasserversorgung. Nach mehr als einer Stunde war zumindest der Brand beherrscht, wenn auch noch nicht gelöscht.

„Die Arbeiten werden wohl noch bis in den Morgen hinein andauern”, vermutete Peters. Die Einsatzleitung hatte nicht nur den Atemschutzcontainer des Kreises angefordert und vorsorglich einen Rettungswagen, sondern auch den DRK-Verpflegungszug Birgden, der die Wehrleute mit Erbsensuppe versorgte.

„200 Feuerwehrleute waren an dem Einsatz beteiligt, darunter die drei Zugführer als Abschnittsleiter und 21 Gruppenführer.” Mit 21 Fahrzeugen einschließlich der Drehleiter war die Feuerwehr angerückt.

Das Unverständnis nörgelnder Zeitgenossen, die Zahl der Einsatzkräfte sei viel zu hoch, außerdem würde die Wehr mit ihren Fahrzeugen die Straße In Terreicken blockieren, wies Peters als Unsinn zurück.

Zum einem müssten bei einem stundenlangen Einsatz immer wieder neue Kräfte die erschöpften Kameraden ersetzten, zum anderen diene die Platzierung der Löschfahrzeuge dazu, die Wasserversorgung zu sicheren.

Zum Brandort, der von etlichen Schaulustigen gesäumt war, kamen auch die Sachverständigen der Kripo Heinsberg, die noch in der Nacht die Ermittlung der Brandursache aufnahmen.