Heinsberg-Randerath: In der Gemeinschaft schwierige Zeit meistern

Heinsberg-Randerath : In der Gemeinschaft schwierige Zeit meistern

Es gibt ihn noch, den Gemeinschaftssinn, der, wie Schirmherr Bürgermeister Josef Offergeld in seiner Festrede anmerkte, leider immer mehr verloren gehe.

Ein positives Beispiel war das Geburtstagsfest zum 80-jährigen Vereinsbestehen des Trommler- und Pfeiferkorps Randerath, verbunden mit der Ausrichtung des 16. Stadtmusikfestes für Spielmannszüge.

Auch wenn der 1924 gegründete Jubelverein derzeit nur 16 aktive Mitglieder und davon neun Kinder und Jugendliche zählt, so fand er im Ort viele helfende Hände und große Unterstützung, wie der Festabend zum Auftakt zeigte.

Das Engagement der Vereinsmitglieder, die durch fleißige Probenarbeit einen beachtlichen Leistungsstand erreichten, aber auch die Wahrnehmung einer Vielzahl von Terminen bei örtlichen Veranstaltungen, hob der Schirmherr besonders hervor.

Zu Recht könne der Verein stolz auf das bisher Geleistete sein, habe man doch auch schwierige Zeiten gemeistert. „Ich bin überzeugt, dass der Verein unter seiner engagierten Führung auf einem guten Weg ist und getrost in die Zukunft schauen kann”, machte er Mut für die Zukunft.

Die gemeinsame Freizeitgestaltung in einem Vereine sei eine Möglichkeit, der von vielen Zeitgenossen beklagten eigenen Ziel- und Orientierungslosigkeit gegenzusteuern.

„Besonders den Jugendlichen könne hier vermittelt werden, was es heiße, mit anderen zusammen, also gemeinsam, etwas zu schafften und sich in eine Gemeinschaft einzuordnen für ein gemeinsames Ziel”, rief Offergeld auf, sich dem Trommler- und Pfeiferkorps anzuschließen. Der Verein habe es verdient, unterstützt zu werden.

Vorausgegangen war dem Festabend die musikalische Gestaltung einer Messe in der Pfarrkirche. Angeführt vom Festkorps des Jubiläums, den Freunden des Trommler- und Pfeiferkorps Lindern, zog danach der Jubelverein mit seinen Ehrengästen zur Mehrzweckhalle.

Jutta Franken, die durch das Programm führte, begrüßte die große Zahl der Gäste. Ortsvorsteher Heinz Franken, selbst noch aktiv im Oldtimerkorps, machte den Randerather Spielleuten ein großes Kompliment für die Bereitschaft, das Stadtmusikfest auszurichten.

Fast 20 Spielmannszüge gaben sich dazu im Ort an der Wurm ein Stelldichein. „Bürger und Ortsvereine wissen euer Engagement zu schätzen”, zollte er Anerkennung und Dank.

Der Verein habe es immer verstanden, das kulturelle Leben im Orts, überliefertes Brauchtum und Tradition mit Eifer und Idealismus, mit Treue, Zielstrebigkeit und Ausdauer zu fördern und zu pflegen.

Er erinnerte auch an jene, die das Korps einst gründeten, denen man über den Tod hinaus ein ehrendes Andenken bewahre, aber auch an die Aktiven, die nach den Wirren des 2. Weltkrieges 1949 das Vereinsleben wieder aufblühen ließen und noch heute im Seniorenkorps aktiv sind.

Dass sie nicht verlernt haben, weder bei der Musik, noch beim zackigen Auftreten, stellten sie eindrucksvoll unter Beweis. Musikalische Darbietungen gab es außerdem vom Spielmannszug „Grün-Weiß” Kirchhoven sowie von den Trommler- und Pfeiferkorps aus Havert, Saeffelen und Bauchem.

Der Kirchenchor Randerath, verstärkt mit Sängern aus Porselen und Dremmen, die Fahnenschwenker der St. Sebastianus-Schützen sowie die Showtanzgruppe „Grashoppers” sorgten für ein abwechslungsreiches Festprogramm, in das auch noch zahlreiche Glückwünsche und Grußworte einflossen.

Am Sonntag stand die Musik der Spielleute nach dem Festzug beim Bühnenspiel der Gastvereine im Mittelpunkt.